Strache wird seine Vergangenheit nicht los:
Wieder Fragen zu Wiking-Jugend gestellt
- Neonazi-Aufmarsch statt Carepakete im Jahre 1989
- Ring Freiheitlicher Jugend zur Verteidigung angetreten
FPÖ-Obmann Strache wird seine Vergangenheit nicht los. Widerwillig musste er sich bei einer Pressekonferenz erneut Fragen zu seiner Teilnahme an einer Veranstaltung mit Mitgliedern der 1994 in Deutschland verbotenen neonazistischen Wiking -Jugend zu Silvester 1989 stellen. Unterdessen startete der Ring Freiheitlicher Jugend eine Kampagne zur Verteidigung ihres Parteichefs.
Auf einen Bericht der Tageszeitung "Österreich" angesprochen, wonach er damals von der Polizei für mehrere Stunden in "Verwahrung" genommen worden sei, erklärte Strache mehrmals, dazu bereits alles gesagt zu haben. Hinter der Veröffentlichung dieser Ereignisse vermutet Strache "böse Absichten".
Neonazi-Aufmarsch der Wiking-Jugend
Strache hatte kürzlich am Rande einer Gerichtsverhandlung gesagt, bei diesem Treffen in Deutschland Carepakete über die DDR-Grenze geworfen zu haben und von der Polizei lediglich zur Identitätsfeststellung angehalten worden zu sein. Laut "Österreich" hat es sich bei der Veranstaltung um einen Neonazi-Aufmarsch der Wiking-Jugend mit NS-Fahnen und Fackeln und ohne humanitären Hintergrund gehandelt.
Ziel der Festnahme sei es gewesen, die Mitglieder der Wiking- Jugend bis zum nächsten Morgen an der weiteren Fortführung der verbotenen Kundgebung zu hindern. Gefragt, ob er bei seiner Darstellung bleibe, sagte Strache am Dienstag, das gesagt zu haben, was er damals erlebt habe.
Der Ring Freiheitlicher Jugend ist unterdessen zur Verteidigung von Strache angetreten. Die wiederholten Vorwürfe im Zusammenhang mit Straches möglichen Verbindungen zu Neonazis seien eine mediale "Hetzkampagne und Lynchjustiz", erklärte Obmann Johann Gudenus. Um dessen Vorbildrolle für Österreichs Jugend zu unterstreichen, startet der RFJ eine neue Kampagne unter dem Motto "Che Guevara ist tot, es lebe HC Strache".
(apa/red)
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