Kilometerlanger Stau auf Tauernautobahn: Trotz Ferienende Spätberufene auf Achse
- Blockabfertigung bereits seit 4.15 Uhr auf der A10
- Verzögerungen auch auf den Straßen in Kärnten
Obwohl dieses Wochenende in zahlreichen österreichischen und deutschen Bundesländern die Schulferien zu Ende gehen, ist es erneut zu kilometerlangen Verkehrsstaus auf der Tauernautobahn in Fahrtrichtung Süden gekommen. Am frühen Vormittag betrug der Rückstau vor dem Nordportal des Tauerntunnels im Salzburger Pongau zehn Kilometer. Verzögerungen gab es laut ÖAMTC auch auf Kärntner Seite der A10 in den Baustellenbereichen zwischen Rennweg und dem Knoten Spittal.
Bei den Reisenden handle es sich vor allem um Späturlauber, "die nicht an den Schulferien gebunden sind", erklärte Gerhard Koch von der ÖAMTC-Informationszentrale den Grund des "unerwartet hohen Verkehrsaufkommens". Die Anfahrtszeit zum Tauerntunnel dauerte gegen 9.00 Uhr zwei Stunden, der Verkehr wurde seit 4.15 Uhr blockweise abgefertigt. Die Kolonne könne noch anwachsen, hieß es.
Der ÖAMTC empfahl den Autofahrern, über den Felbertauern auszuweichen oder die Tauernschleuse der ÖBB zwischen Böckstein und Mallnitz zu wählen. Für Pkw ohne Anhänger eigne sich auch die B99 über den Radstädter Tauern, erklärte Koch. In Fahrtrichtung Norden gebe es noch keine Staus, das könnte sich aber ab den Mittagsstunden ändern: "Der Rückreiseverkehr wird zunehmen, wir erwarten einen Stau vor dem Katschbergtunnel".
Unfälle und Staus auf Kärntens Autobahnen
Zahlreiche Verkehrsunfälle haben auf Kärntens Autobahnen zu kilometerlangen Staus geführt. Fünf Rumänen wurden bei einem Unfall auf der A2 in Höhe Packsattel zum Teil schwer verletzt. Die Südautobahn war laut ÖAMTC im Baustellenbereich Pörtschach in Fahrtrichtung Italien nach mehreren Auffahrunfällen längere Zeit nicht mehr passierbar. Vor dem Katschbergtunnel (A10) kam es wegen des Urlauberrückreiseverkehrs in Richtung Norden zu Wartezeiten.
Sekundenschlaf dürfte in den frühen Morgenstunden die Ursache für den Unfall auf der Pack gewesen sein. Eine rumänische Pkw-Lenkerin kam auf der Südautobahn nach der Raststation Pack in Fahrtrichtung Villach von der Fahrbahn ab. Das Auto stieß gegen die Betonleitschienen und überschlug sich.
Bereits am frühen Vormittag hatten sich im Baustellenbereich auf der A2 bei Pörtschach drei Unfälle ereignet. Der Stau wuchs rasch auf über zehn Kilometer Länge an und reichte bis zum Flughafen Klagenfurt zurück. "Alles steht, die Menschen versuchen es sich so gemütlich wie möglich zu machen, Kinder spielen auf der Autobahn", berichtete ein Stauopfer der APA.
Gegen Mittag waren die Unfallorte geräumt und der Baustellenbereich wurde wieder freigegeben. Laut Rotem Kreuz wurde nach einem der Unfälle eine Frau mit Rückenverletzungen ins Unfallkrankenhaus Klagenfurt gebracht.
Wegen des Staus überlastet war in der Folge die Ausweichstrecke entlang des Nordufers des Wörther Sees. Der ÖAMTC empfahl den Autofahrern, die Richtung Süden unterwegs waren, großräumig über das Rosental oder über Feldkirchen auszuweichen.
Ein weiterer Unfall auf der A2 bei Warmbad brachte den Verkehr Richtung Italien bei Villach zum erliegen. Auch dort erreichte der Rückstau eine Länge von mehr als acht Kilometern. Der Urlauberrückreiseverkehr Richtung Norden machte sich vor allem auf der Tauernautobahn (A10) bemerkbar. Im Baustellenbereich Gmünd und vor dem Katschbergtunnel bildeten sich kilometerlange Kolonnen.
(apa/red)
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