Deutsche Bahn bleibt bis 30. September streikfrei: Jetzt Verständigung im Tarifstreit
- Lokführergesellschaft fordert Einkommensaufschlag

Nach einer Verständigung im Tarifstreit bei der Deutschen Bahn sollen bis 30. September keine Streiks der Lokführer erfolgen, verlautete es aus Verhandlungskreisen. Der Konzern und die Lokführergewerkschaft GDL kamen in einer Vermittlung mit den früheren CDU-Spitzenpolitikern Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf überein, in welchem Verfahren eine Lösung des Tarifstreits erreicht werden soll.
Demnach soll die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) gemeinsam mit den anderen beiden Gewerkschaften Transnet und GDBA umgehend Verhandlungen mit der Bahn über ein neues Entgeltsystem aufnehmen. Transnet teilte mit, dadurch bleibe ein einheitliches Tarifgefüge bestehen. Die GDL solle bei den Verhandlungen über die Entgeltstruktur die Federführung in Fragen der Arbeitszeit und des Entgelts bei Lokführern bekommen.
Forderung nach Einkommensaufschlag
Geißler und Biedenkopf hatten am 13. August mit ihrer Vermittlung begonnen. Hauptstreitpunkt war die Forderung der GDL nach einem eigenen Tarifvertrag für das Fahrpersonal. Außerdem wollte die GDL einen deutlich höheren Einkommensaufschlag durchsetzen als die mit den beiden anderen Bahngewerkschaften schon vereinbarten 4,5 Prozent. (APA/red)

