"Wie ein Blitz aus heiterem Himmel": ÖFB-"Gnadenakt" freut Emanuel Pogatetz sehr!
- Steirer erfuhr in England per SMS die Neuigkeit
- "Verlorener Sohn" dankte Ludwig und Hickersberger
Die erfreuliche Kunde vom Fußball-Weltverband (FIFA) hat Österreichs Teamspieler Emanuel Pogatetz natürlich hocherfreut aufgenommen. Dass er seine Zwei-Spiele-Sperre nun in zwei freundschaftlichen Länderspielen und nicht erst in den ersten zwei EM-Gruppen-Spielen 2008 absitzen muss, hat ihn "wie ein Blitz aus heiterem Himmel" getroffen. Mit diesen Worten reagierte der derzeit verletzte Kärntner am Dienstagabend auf die positive Nachricht.
Die Mitteilung erreichte den Steirer - wie er auf seiner Homepage (www.pogatetz.at) erzählt - unmittelbar nach der Ankunft in Middlesbrough-Teeside, als er bei Verlassen des Flugzeuges sein Handy wieder aktivierte und eine SMS eintraf. "Der ÖFB teilte mir mit, dass ich meine Sperre noch vor der EURO absitzen kann! Endlich war es soweit, ich hatte die Hoffnung nie aufgegeben und in den vergangenen Wochen hatte sich die Situation um meine Sperre ja regelrecht zugespitzt", schrieb der Verteidiger.
Er sei laufend in Kontakt mit ÖFB-Generalsekretär Alfred Ludwig gewesen, da eine baldige Entscheidung der FIFA zu erwarten gewesen wäre. Er hörte aus Wien immer, dass es "gut aussehe, aber nichts Definitives". Umso schöner war es für ihn, das Thema Sperre nun so gut wie zu den Akten legen zu können. "Nun werde ich umso härter arbeiten, um schnellstens wieder fit zu werden, damit ich endlich mein Team-Comeback geben kann", meinte Pogatetz ehrgeizig.
Er müsse jetzt die letzten Meter eines harten und steinigen Weges zurück ins ÖFB-Team und vor allem zur EM zu Ende gehen. "Aber ich bin mir jetzt schon zu 100 Prozent sicher, dass dieses einmalige Ereignis es wert ist, da wir mit der Nationalmannschaft eine ganze Fußball-Nation zum Positiven verändern können", lässt der 23-fache Internationale (ein Tor) wissen. Und er dankte natürlich all jenen, die sich für ihn und eine Umwandlung seiner Sperre eingesetzt hatten.
"Allen voran Gigi Ludwig und Teamchef Josef Hickersberger, die trotz Differenzen in der Vergangenheit an mich glauben, und ich kann es kaum erwarten, ihnen und dem ÖFB dieses Vertrauen zurückzugeben." Der England-Legionär hatte nach seinem bisher letzten ÖFB-Einsatz am 6. September 2006 in Basel gegen Venezuela (2:2) öffentlich den Teamchef und dessen Methoden, Taktik etc. scharf kritisiert und war daraufhin von Hickersberger nicht mehr einberufen worden.
Der "verlorenen Sohn", der im November 2005 wegen eines Ausschlusses im WM-Qualifikationsspiel gegen Nordirland für zwei Bewerbsspiele gesperrt wurde, könnte wegen der Operation seiner Kniescheiben Anfang September aber frühestens im Mitte November gegen England und Tunesien wieder ins ÖFB-Aufgebot einberufen werden. Der 24-Jährige würde dann vorher seine Sperre in den Tests Mitte Oktober in der Schweiz und gegen die Elfenbeinküste "absitzen".
Pogatetz, der derzeit beim "Altis Team" in Althofen (K) ein Reha absolviert und das 1:1 seiner Kollegen im Happel-Stadion gegen Tschechien gesehen hat, flog am Dienstag nach England, wo eine zweitägige Kontrolluntersuchung seiner Kniescheiben erfolgt. "Aufgrund der Ergebnisse werde ich meinen weiteren Reha-Plan mit dem Manager und dem Physioteam abklären. Ich bin überzeugt davon, dass ich voll im Plan liege und alles sehr positiv verlaufen wird, da ich ja in Althofen täglich acht Stunden hart an meiner Genesung gearbeitet habe. Ich kann es kaum erwarten, dass Dr. Bollan mir erlaubt, meine Knie mehr zu belasten und somit ein härteres Training starten kann", sagt der "Teamheimkehrer".
(apa/red)










