"Turnier der Kontinente" im neuen Modus:
Das Viererturnier lockt mit Swarovski-Pokal
- Einweihung des neuen EM-Stadions in Klagenfurt
- EURO-Gastgeber sowie Chile und Japan locken Fans

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GRAFIK: Der Überblick zur EM-Fanmeile in Wien
Der ÖFB will das am 7. September beginnende "Turnier der Kontinente" zu einem echten Fußball-Fest machen. Während beim Vier-Nationen-Turnier im vergangenen September in der Schweiz jene Partien, in denen nicht das Gastgeberland, sondern Österreich im Einsatz war, praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit über die Bühne gingen, sollen in Wien und Klagenfurt alle vier Partien gut besucht sein.
Einen weiteren Anreiz für die teilnehmenden Teams Österreich, Schweiz, Chile und Japan bietet der von Swarovski angefertigte Pokal sowie ein neuer Modus. Sollte ein Spiel unentschieden enden, folgt ein Elfmeterschießen, der Sieger erhält zwei Punkte, der Verlierer einen Zähler. Für einen Erfolg nach der regulären Spielzeit gibt es wie gewohnt drei Punkte.
ÖFB-Generalsekretär Alfred Ludwig sieht im Turnier-Modus mit Blick auf die Heim-EM 2008 einen nicht unwesentlichen Vorteil. "Als Endrunden-Teilnehmer ist ein Elferschießen nicht uninteressant, vielleicht können wir das brauchen", erklärte der Wiener. Er wolle der Schweiz "ein Ambiente bieten, das besser als letztes Jahr ist".
Reges Faninteresse
Tatsächlich ist der Kartenvorverkauf vielversprechend angelaufen. Die Partie Österreich - Japan anlässlich der Eröffnung des Klagenfurter EM-Stadions am 7. September ist mit 24.962 Zuschauern bereits ausverkauft, für das gleichzeitig im Wiener Happel-Stadion stattfindende Match Schweiz - Chile wurden immerhin schon 4.000 Tickets abgesetzt. Für das Duell Japan - Schweiz in Klagenfurt (11. September) wurden aufgrund diverser Aktionen 11.000 Karten an den Mann gebracht, 6.500 Personen haben sich bereits am ersten Vorverkaufstag Billetts für Österreich - Chile am 11. September im Happel-Stadion gesichert.
Neben einer sportlichen Bestandsaufnahme dient das Turnier auch als kleiner Testlauf für die EURO 2008, zumal sämtliche Spiele der ÖFB-EM-Gruppe B in Wien und Klagenfurt über die Bühne gehen. Geprobt wird daher unter anderem das Pendeln zwischen der Bundeshauptstadt und Kärnten, so fliegen die Schweizer einen Tag nach ihrem Spiel von Wien nach Klagenfurt, kurz danach hebt dieselbe Maschine mit der ÖFB-Truppe an Bord wieder Richtung Wien ab. Dabei werden auch die Teamhotels getauscht.
Alle Pannen ausmerzen
Von einer EURO-Generalprobe in Klagenfurt wollte Ludwig dennoch nicht sprechen. "Wir testen das Stadion, aber nicht für die EM. Bei der EURO sind die Gegebenheiten ganz anders, da wird niemand zum Stadion kommen und Tickets kaufen."
Ähnliche Pannen wie vor dem Tschechien-Match, als vor dem Happel-Stadion ein Verkehrschaos entstand und tausende Zuschauer viel zu spät auf die Tribünen gelangten, sollen diesmal auch durch die Einsetzung diverser Arbeitsgruppen vermieden werden. "Wir gehen davon aus, dass wir gegen Chile 75 Prozent und spätestens im November gegen England 100 Prozent der Lösungen haben", versprach Ludwig und deutete an, dass jene Fans, die am Mittwoch von den Verzögerungen betroffen waren, vom ÖFB zu einem anderen Länderspiel eingeladen werden könnten.
(apa/red)










