Donnerstag, 30. August 2007

Kampf der Traditionsklubs fix: Attraktive Champions League-Saison steht uns bevor!

  • Harnik-Klub Bremen gegen Real, Lazio und Piräus
  • Salzburg-Bezwinger Donezk in Gruppe des AC Milan

Die großen Hoffnungen der Roten Bullen aus Salzburg blieben wegen der zu kleinen Leistungen zwar unerfüllt, doch Österreichs Fußball ist - wenn auch nicht unbedingt prominent - dennoch in der Gruppenphase der Champions League vertreten. Durch Jungstar-Stürmer Martin Harnik im Dress des SV Werder Bremen und durch Michael Langer, als Ersatztorhüter des deutschen Meisters VfB Stuttgart.

Die Auslosung in Monaco brachte den Hanseaten in der Gruppe C mit Rekordgewinner Real Madrid auch dessen neuen, deutschen Trainer Bernd Schuster, sowie Lazio Rom und Olympiakos Piräus. Ein Quartett, in dem nur das weiße Ballett als Favorit zu betrachten ist, der übrigens gleich zum Auftakt am 18. September die Bremer empfängt. "Das sind drei Vereine, auf die wir noch nie getroffen sind, das bringt im vierten Jahr der Königsklasse richtig Abwechslung rein", sagte Trainer Thomas Schaaf, dessen Elf vor einem Jahr u.a. immerhin auch Kaliber wie Barcelona und Chelsea zu Gegnern gehabt hatte.

Für die Schwaben ist in der Gruppe E mit "Barca" (gewann die Champions League 2006), Frankreichs Serienmeister Olympique Lyon und den Glasgow Rangers weniger zu erwarten. Von VfB-Trainer Armin Veh kommen die üblichen Worte ("Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen"), Club-Chef Erwin Staudt sprach von einem "wundervollen Los, wir werden sechs tolle Spiele haben". Das erste geht am 19. September in Glasgow in Szene.

Sehr schwer dürfte es auch für den dritten deutschen Klub, den FC Schalke 04, in der Gruppe B mit Chelsea (Michael Ballack), Valencia (mit dem Ex-Stuttgarter Timo Hildebrand) und dem Dauerbrenner Rosenborg Trondheim werden. "Eine hochkarätige Gruppe. Um ins Achtelfinale zu kommen, müssen wir zumindest einen der beiden Top-Clubs hinter uns lassen", kommentierte Trainer Mirko Slomko die Ausgangsposition.

Pokalverteidiger AC Milan sollte in der Gruppe D in den Duellen mit Benfica Lissabon, Celtic Glasgow und Salzburg-Bezwinger Schachtjor Donezk das bessere Ende für sich haben. Immerhin haben die Italiener mit Kaka den von der UEFA gekürten europäischen Clubspieler des Jahres in ihren Reihen, gleichzeitig erhielt der Brasilianer die Trophäe für den besten Offensivakteur. Die Rossoneri stellten obendrein mit Paolo Maldini (Abwehr) und Clarence Seedorf (Mittelfeld) zwei weitere Sieger, bester Tormann der vergangenen Champions League-Saison wurde der Chelsea-Tscheche Petr Cech.

Italiens Meister Inter sollte in der Gruppe G mit PSV Eindhoven, ZSKA Moskau und Fenerbahce Istanbul keine übermäßig große Mühe haben, auch wenn Trainer Roberto Mancini in typisch italienischer Art die Gegner als sehr beachtlich einstuft. Zidane-Täter und -Opfer Marco Materazzi wird da schon etwas deutlicher. "Stimmt, aber wir können sie alle schlagen."

Italien ist wie England und höchstwahrscheinlich auch Spanien (FC Sevilla sollte es gegen AEK Athen schaffen) mit vier Mannschaften vertreten. Mit Manchester United und AS Roma treffen in der Gruppe F wieder zwei Mannschaften aufeinander, deren Viertelfinalduelle in der vergangenen Saison zu Ausschreitungen geführt hatten.

(apa)

30.8.2007 20:47