Letzter Schritt in die Champions League: Salzburg vor Reifeprüfung mit Optimismus!
- Mit 1:0-Vorsprung in das Rückspiel gegen Donezk
- Trainer Giovanni Trapattoni: "Habe gutes Gefühl"
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Donezk-Geld machte Serie-A-Torjäger schwach
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der Fußball-Elite-Liga
Salzburg kämpft in der Ukraine um den größten Erfolg in der noch jungen Red-Bull-Klubgeschichte. Der Meister verteidigt im Drittrunden-Rückspiel der Champions-League-Qualifikation gegen Schachtjor Donezk einen 1:0-Vorsprung. "Wir wollen um alles in der Welt in die Champions League. Wir spüren die große Chance und jeder wird alles für dieses Ziel geben", brachte Flügelflitzer Johan Vonlanthen die allgemeine Hochspannung im optimistischen Salzburg-Lager zum Ausdruck. Das Spiel können Sie heute ab 18 Uhr LIVE im networld-Ticker mitverfolgen.
Ausgerechnet vor dem erwarteten Sturmangriff von Schachtjor plagen Giovanni Trapattoni Personalsorgen in der Defensive. "Aber es gibt keine Ausreden. Der Kader ist groß und gut genug", stellte der Italiener trotz der Ausfälle von Jorge Vargas, Milan Dudic und Laszlo Bodnar klar. In Donezk wird zwar eine neu zusammengewürfelte Viererkette zum Einsatz kommen, "aber ich habe vollstes Vertrauen", stellte Trapattoni fest und versprühte auch sonst jede Menge Optimismus: "Ich habe ein gutes Gefühl." Das Bollwerk in der Abwehr soll einmal mehr Ibrahim Sekagya sein. Der Innenverteidiger aus Uganda spricht vom "wichtigsten Spiel meiner Karriere. Die Champions League war immer mein Traum."
Traps Marschroute für Donezk lautet: "Individuelle Fehler müssen vermieden werden, hundertprozentige Konzentration ist gefragt. Wir müssen Fouls vermeiden, weil die Schiedsrichter in solchen Ländern gerne reinpfeifen." Ob Donezk-Neuzugang Nery Castillo spielen wird, ist für Trapattoni nicht entscheidend. Alleine die vier Donezk-Brasilianer werden für jede Menge Offensivdrang sorgen. "Donezk wird ab der ersten Minute angreifen. Wir müssen im Mittelfeld extremes Forechecking betreiben und Schachtjor so weit wie möglich vom Strafraum weghalten."
"Wir müssen Gras fressen"
Niko Kovac formulierte es so: "Wir müssen Gras fressen." Mittelfeldspieler Ezequiel Carboni sieht die große Chance für die Salzburger in der Defensivschwäche des ukrainischen Vizemeisters. "In der Offensive sind sie gefährlich, aber hinten sind sie eine Katastrophe", analysierte der Argentinier sogar. Genauso sieht es Co-Trainer Thorsten Fink: "Donezk ist technisch hervorragend, aber hinten haben sie Probleme." Wie etwa beim Hinspiel, als sich Kapitän Dmitro Tschigrinski ein kapitales Blackout geleistet und mit einem völlig unnötigen Handspiel den entscheidenden Elfmeter verursacht hatte.
Vor einem Jahr hatte Salzburg nach einem 1:0-Heimerfolg im Entscheidungsspiel den Einzug in die Gruppenphase der "Millionenliga" verpasst, im Rückspiel gegen Valencia setzte es ein 0:3. Ein deja-vu will auch Rene Aufhauser um jeden Preis verhindern: "Das ist das Spiel des Jahres. Wir müssen schauen, dass wir so lange wie möglich kein Gegentor kassieren."
Es geht um bis zu 10 Mio. Euro
Für Salzburg geht es in der Ukraine auch um Millionen. Die UEFA veröffentlicht den genauen Ausschüttungsschlüssel 2007/08 zwar erst Anfang September, aber so viel steht fest: dem Aufsteiger winkt eine satte Millionensumme.
Die UEFA-Zahlen aus der vergangenen Saison, die sich mit denen von heuer wohl vergleichen lassen, lassen die Herzen der Clubkassiere höher schlagen. Allein für die Teilnahme an der Gruppenphase gab es garantierte 5,4 Mio. Euro "Startgeld". Hinzu kommen stattliche Punkteprämien, plus die Anteile aus dem TV-Pool sowie die Zuschauereinnahmen.
"Bei gutem Verlauf können es bis zu zehn Millionen Euro werden", lautet die erste Überschlagsrechnung von Red-Bull-Salzburg-Geschäftsführer Helmut Sandrock für den Fall des Erreichens der Gruppenphase. Budgetär kalkuliert hat der ÖFB-Meister mit diesem fetten Patzen Geld aber nicht. "Wir haben konservativ mit dem Erreichen der dritten Qualifikationsrunde kalkuliert", stelle Sandrock klar und meinte wohl mit einem Seitenhieb auf den FC Tirol und den GAK: "Mit den vermeintlichen Millionen aus der Champions League verspekuliert haben sich in Österreich ja schon genug."
SCHACHTJOR DONEZK - RED BULL SALZBURG
Olympiskij-Stadion, SR Laurent Duhamel/Frankreich
Donezk: Pjatow - Srna, Tschigrinski, Kucher/Jescherskij, Rat - Ilsinho, Duljaj, Jadson/Castillo, Fernandinho - Lucarelli, Brandao
Ersatz: Schust/Schutkow - Gladkij, Lewandowski, Vukic, Gai, Hübschman, Schewtschuk, Bjelik, Adriano, Tkatschenko, Poljanski, Prijomow, Fomin
Fraglich: Castillo (Nasenbeinbruch)
Salzburg: Ochs - Meyer, Sekagya, Miyamoto, Steinhöfer - Vonlanthen, Carboni, Kovac, Leitgeb - Aufhauser - Zickler
Ersatz: Öczan - Alex, Obermair, Janocko, Pitak, Ilic, Lokvenc
Es fehlen: Janko, Vargas, Dudic, Bodnar, Jezek (alle verletzt)
(apa/red)
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