Das Spitzenspiel der 9. Runde: Mattersburg und Salzburg wollen Wiedergutmachung
- Beide Teams wollen Europacup-Schmach vergessen
- Trapattoni: "Haben sicher kein Auswärts-Problem"
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Im Spitzenspiel der 9. Runde der T-Mobile Fußball-Bundesliga ist heute zum Ende des ersten Saisonviertels Wiedergutmachung angesagt - für alle Beteiligten. Sowohl der Tabellendritte SV Mattersburg als auch Meister Red Bull Salzburg haben unter der Woche im Europacup herbe Enttäuschungen hinnehmen müssen. Während die Burgenländer in der UEFA-Cup-Qualifikation in ein 0:4-Heimdebakel gegen den FC Basel schlitterten, verpasste Salzburg durch ein 1:3 in Donezk erneut das große Saisonziel, die Champions League.
Der Meister wartet damit nach sechs Pflichtspielen immer noch auf den ersten Auswärtssieg der laufenden Saison, von einem Fluch will Startrainer Giovanni Trapattoni aber nichts wissen. "Wir haben sicher kein Auswärts-Problem. Wir sind auswärts maximal zehn Prozent schwächer als zu Hause", meinte der Italiener. Zehn Prozent, die sich in Punkten niederschlagen. 12 ihrer 14 Saisonzähler haben die Salzburger auf eigenem Kunstrasen geholt. Nur die Nachzügler Altach und Innsbruck sind auswärts noch schwächer.
Die Statistik spricht dagegen, dass es ausgerechnet in Mattersburg mit dem ersten vollen Erfolg in der Fremde klappen sollte. Die Salzburger haben die vergangenen drei Partien im Pappelstadion allesamt verloren, warten seit dem 24. September 2005 (1:0) auf einen Sieg im Burgenland. Dabei wäre ein Auswärts-Dreipunkter Balsam auf die Wunden von Donezk. "Mattersburg bietet uns die Möglichkeit, unsere Enttäuschung rasch aus den Köpfen zu bringen", erklärte Trapattoni, der das dramatische Out in der Ukraine ("Das ist definitiv Vergangenheit") nicht mehr als Ausrede gelten lässt.
"Ein, zwei Tage lang tut es sehr weh, aber dann muss es weitergehen", betonte ÖFB-Teamspieler Rene Aufhauser, der die Königsklasse auch in seinem sechsten Anlauf verpasst hatte. In Mattersburg könnte Aufhauser eine Pause bekommen und hinter Solo-Spitze Alexander Zickler durch Janocko oder den zuletzt unzufriedenen Ilic ersetzt werden. In der Defensive steht der Chilene Vargas nach seinem Muskelfaserriss vor einem Comeback. Als mögliche Alternative im Angriff befindet sich erstmals auch der serbische Neuzugang Djordje Rakic im Kader.
Bei den Mattersburgern kehrt im Vergleich zum Basel-Debakel gleich eine halbe Mannschaft zurück. Fuchs, Sedloski, Mravac, Kovrig und Atan waren gegen die Schweizer allesamt gesperrt. "Natürlich ändert das für uns Einiges. Wir sind stärker", meinte SVM-Trainer Franz Lederer. Die Spieler wussten um die schwere personelle Ausgangslage im Europacup. "Daher haben sie die Niederlage auch gut verkraftet. Das ist abgehakt", versicherte Lederer. "Wir werden uns wie gewohnt präsentieren. Und wir wollen Salzburg schlagen."
Den Fehler, den Meister ob seiner aktuellen Auswärtsschwäche zu unterschätzen, wollen die Burgenländer aber nicht machen. "Der absolute Favorit ist trotzdem Salzburg", meinte Lederer. "Egal wie viele Punkte sie bis jetzt auswärts gemacht haben." Für seine Mannschaft sei es allerdings besser, die Basel-Schmach gegen einen großen Gegner tilgen zu können, als gegen einen Abstiegskandidaten unter Siegzwang zu stehen. Für die Tabelle ist es dennoch ein wichtiges Spiel. Nur ein Punkt trennt dort die beiden Nachbarn.
(apa/red)
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