1:3-Pleite gegen Kärnten: Die "Jungen
Wilden" von Sturm schlittern in Mini-Krise
- Franco Foda: "Haben in Top-Vier nichts verloren"
- Walter Schachner: "Sieg für Moral extrem wichtig"
·Kärnten fügt Sturm
1. Heimniederlage zu
Ex-GAK-Mann Kollmann war Sargnagel der Grazer
Die "Jungen Wilden" von Sturm Graz sind in eine kleine Krise geschlittert. Mit dem 1:3 gegen Austria Kärnten gab es die zweite Niederlage in Folge und zudem die erste Heimpleite in der UPC-Arena seit 14. April 2007. Die Kärntner machten hingegen mit dem ersten Auswärtserfolg der Saison perfekte Werbung für das langersehnte erste Match im neuen Klagenfurter EM-Stadion.
Sturm-Coach Franco Foda ließ so wie bei den Siegen beim tollen Meisterschaftsstart auch nun in der ersten kleinen Durststrecke der Saison "die Kirche im Dorf". "Ich habe die Lage vor Saisonstart realistisch analysiert. Diese relativ junge Mannschaft hat in den Top-Vier nichts verloren." Dennoch rüttelte der Deutsche seine Truppe auch wach.
"Das war die schwächste Leistung seit ich hier Trainer bin. Auch die Leistungsträger haben diesmal ausgelassen. Die Spieler müssen begreifen, dass sie sich jede Woche neu beweisen müssen. Dass wir spielen können, wissen wir. Aber zum Fußball gehören auch andere Dinge." Foda sprach damit an, dass diesmal "Leidenschaft, Bissigkeit, Aggressivität und Schnelligkeit" gefehlt hätten.
"Für Moral extrem wichtig"
Kärnten schaffte hingegen den Anschluss ans Mittelfeld. Und das ausgerechnet mit einem Sieg in Graz und noch dazu gegen Sturm. Denn in den Reihen der Kärntner wimmelt es nur so von Leuten mit GAK-Vergangenheit: Trainer Walter Schachner, Doppeltorschütze Roland Kollmann, Tormann Andreas Schranz oder Youngster Zlatko Junuzovic.
"Dieser Sieg ist für die Moral extrem wichtig. Das war eine taktische Meisterleistung", freute sich Ex-GAK-Meistermacher Schachner. Von der besten Leistung seiner Kärnten-Ära wollte er jedoch nicht sprechen, denn in der 2. Runde hatten die Klagenfurter ja Meister Salzburg mit 1:0 bezwungen. Schachner freute sich ganz besonders, dass der neu gegründete und bisher so identitätslose Club von 50 Fans nach Graz begleitet wurde. "Ich habe jeden einzelnen per Handschlag begrüßt", so Schachner.
Für die Premiere im EM-Stadion gegen die Wiener Austria Mitte September erwartet sich Schachner nun 8.000 bis 10.000 Fans. "Dafür war dieser Sieg super." Davor muss Kärnten kommende Woche auswärts gegen die Austria bestehen, danach gibt's die Länderspielpause.
(apa/red)
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