Und jetzt die US Open: Tamira Paszek
feiert ihr Profi-Debüt in Flushing Meadows
- Nach Juniorenfinale heuer erstmals im Hauptbewerb
- Gemeinsames Training mit Maria Scharapowa

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Im Vorjahr stand sie zwar hier im Finale, aber es war noch der Juniorinnenbewerb: Tamira Paszek kennt die Tennis-Anlage in Flushing Meadows zwar schon sehr gut, heute feiert sie aber ihre letzte richtige Grand-Slam-Premiere im Hauptbewerb bei den Großen. Und die Vorzeichen stehen gut, dass die 16-jährige Vorarlbergerin auch bei den US Open einen erfolgreichen Auftakt feiert.
"Mimi" bekommt es erstmals mit der Deutschen Greta Arn zu tun, die im Ranking 52 Plätze hinter ihr auf Position 95 liegt.
"Ich habe noch nie mit ihr trainiert und sie auch noch nie spielen gesehen", sagte Paszek, die zuletzt ein Grippe-Virus behindert hat. "Ich bin gottseidank wieder gesund. Ich habe das am ersten Tag in Toronto bekommen und musste mit Medikamenten spielen. Jetzt bin ich wieder relativ fit, fast 100 Prozent", so die Weltranglisten-43.
Es ist die letzte Premiere für Paszek im Hauptbewerb eines der vier Major-Turniere und bei den drei vorangegangen hat sie sich ausgezeichnet geschlagen. Nach zwei zweiten Runden bei den Australian und den French Open schaffte Paszek in Wimbledon sensationell sogar den Einzug mitten in die Weltspitze und ins Achtelfinale. "Jetzt habe ich dann endlich alle vier hinter mir. Ich freue mich riesig darauf."
Nach Wimbledon hatte sich Tamira u.a. zwei Wochen im Camp von Larri Passos in Brasilien vorbereitet und an allen Schlägen gearbeitet, besonders hart aber an Fitness und Aufschlag. In New York ist Passos diesmal aber nicht mit von der Partie, sondern dessen Assistant-Coach Roland Santos. "Larri war heuer drei Monate mit mir auf der Tour, wenn er jetzt nicht daheim ist, kriegt er ein kleines Problem mit der Frau", meint Paszek lachend. In der Indoor-Saison wird Passos die Dornbirnerin aber wieder selbst betreuen. Mit von der Partie ist auch Fitness-Coach Daniel.
Anlage kein Neuland für Paszek
Paszek gefällt New York, ein Platz zum Leben ist es jedoch nicht für sie. "Ich liebe New York aber nach drei Wochen reicht es mir wieder für ein Jahr." Ein bisschen hineingeschnuppert hat sie schon wieder in die Stadt, war am Times Square spazieren. Das Turnier selbst gefällt ihr sehr gut. Und sie hat auch eine besondere Beziehung zur Anlage im Corona Park: "Es war mein erstes Grand Slam bei den Junioren und vergangenes Jahr war ich hier im Finale. Ich bin happy, dass ich wieder da bin. Der Hartplatz hier liegt mir sehr."
Ähnlich wie Stefan Koubek, der ja zwei Stunden mit Roger Federer trainieren konnte, hat auch Paszek ganz prominente Trainingspartnerinnen aufzuweisen. "Ich war am Donnerstag mit Scharapowa auf dem Center Court. Das war eine tolle Erfahrung." Ein bisschen Demut über ihren doch rasanten Aufstieg war da auch durchzuhören. "Wenn man vor drei Jahren noch ganz oben (als Zuschauer - Anm.) auf dem Center Court gestanden ist und dann mit der Scharapowa einmal auf dem Center Court trainieren und drinnen stehen darf, ist das schon ein tolles Feeling."
Paszek, die auch mit Ana Ivanovic geübt hat, ist keine Unbekannte mehr im Circuit - und das macht sich eben auch bezahlt. "Wir verstehen uns eigentlich sehr gut, Maria und ich. Sie ist hergekommen und hat gefragt, und ich hab ja auch jemand gesucht."
Teamspirit bei den Österreicherinnen
Schön anzusehen ist aber auch der neue Team-Spirit der Österreicherinnen auch abseits vom Fed Cup, Sybille Bammer, Paszek und auch Yvonne Meusburger haben schon miteinander trainiert. "Seit dem Fed Cup im April hat sich das Team sehr zusammengeschweißt und wir sind alle eine größere Einheit geworden. Wir verstehen uns untereinander besser und sind wirklich zu Freunden geworden", freut sich Paszek. Man unterstützt sich gegenseitig, geht auch ab und zu miteinander essen. Und Paszek spielt auch wieder Doppel mit Bammer.
Für Bammer wurde es schon am Montag gegen Tamarine Tanasugarn (THA/WTA-Nr. 73) ernst. Allerdings ohne ihre Tochter Tina, die ja schon demnächst als Taferlklassler in die Schule einsteigt. Also könnte sie diesen wichtigen Tag ihrer Tochter sogar versäumen? "Nein, bei uns in Oberösterreich fängt die Schule erst am 10. September an und da könnte ich hier sogar gewinnen. Aber da muss ich lachen", meint Bammer. Paszek, die ja selbst noch Schülerin ist, könnte hingegen die ersten paar Schultage versäumen.
(APA/red)
