Grönholm holt erste Etappe in Neuseeland:
Weltmeister Loeb dreizehn Sekunden zurück
- Grönholm peilt bereits fünften Neuseeland-Sieg an
- Für Stohl geht der erste Tag unfreiwillig zu Ende

Der finnische WM-Spitzenreiter Marcus Grönholm hat zum Auftakt des elften Laufes der Rallye-WM in Neuseeland seine Qualitäten auf Schotter unter Beweis gestellt. Der Vorjahressieger entschied mit einem Ford Focus die erste Etappe der Rallye Neuseeland für sich und führt nach fünf von 18 Sonderprüfungen 13 Sekunden vor seinem französischen Titelrivalen, dem Weltmeister Sebastien Loeb im Citroen C4.
"Wir mussten zwar wieder als erstes Fahrzeug auf die Strecke, doch diesmal hat uns der Regen letzte Nacht definitiv geholfen. Der lose Schotter war dadurch fester, und wir mussten so nicht den Straßenkehrer für unsere Verfolger spielen", sagte der vierfache Saisonsieger und vierfache Neuseeland-Gewinner Grönholm, der nach zehn von 16 WM-Läufen acht Punkte vor dem Titelverteidiger Loeb die WM-Wertung anführt.
Der dreifache Weltmeister Loeb hatte für die ersten Prüfungen zu weiche Reifen gewählt. "Dadurch war unser Auto zu nervös und wir verloren etwas Zeit. Später lief es zwar besser, aber nicht gut genug, um Marcus zu schlagen", sagte Loeb, der heuer fünf der bisherigen zehn WM-Läufe gewonnen hat.
Manfred Stohl wirft es aus der Kurve
Für den Wiener Manfred Stohl ging der erste Tag unfreiwillig vorzeitig zu Ende. Der WM-Vierte des Vorjahres kam mit dem Citroen Xsara auf der vierten Sonderprüfung in einer Linkskurve von der Straße ab und nicht mehr zurück. Das Auto blieb fast unbeschädigt, damit kann das OMV-Duo Stohl/Ilka Minor am Samstag im Rahmen der SuperRally wieder an den Start gehen.
"Schade. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt ein sehr gutes Gefühl und wir waren auch wirklich schnell unterwegs. Leider eben zu schnell für diese Kurve", meinte Stohl. "Wir waren auch gar nicht weit abgerutscht, aber gerade so, dass wir aus eigener Kraft nicht zurück kommen konnten. Und leider standen dort keine Zuschauer."
(apa/red)
