Dienstag, 4. September 2007

'Kein Besuch wie jeder andere!': 150 Cobra- Cops werden Benedikt XVI. bei uns schützen!

  • Devise lautet: Kontakt ermöglichen statt abschirmen
  • Auch das berühmte Papamobil kommt zum Einsatz

Der Personenschutz des Papstes ist für das Einsatzkommando Cobra nicht ein Auftrag wie jeder andere. Man müsse es "dem Heiligen Vater ermöglichen, dass er so viel Kontakt zur Bevölkerung wie möglich hat", erklärte Innenminister Platter. Andere Staatsgäste werden indes vor dem Publikum abgeschirmt. Beim Papst-Besuch am kommenden Wochenende werden 150 Cobra-Beamte im Einsatz sein.

Personenschutz lautet dabei eine der Hauptaufgaben der Polizisten. Benedikt XVI. wird ausschließlich in gepanzerten Fahrzeugen transportiert. Neben Limousinen ist auch das berühmte Papamobil, jetzt ein Mercedes, früher war es ein Puch G, darunter.

Der oberste Personenschützer der Anti-Terroreinheit, Major Rainer Wintersteiger, hat schon viele Staatsbesuche absolviert. "Ich hab' sie nicht gezählt", sagte er. Der Besuch des Papstes sei aber etwas Besonderes: "Durch seine Funktion, die es nur einmal auf der Welt gibt. Und dadurch, dass grundsätzlich Staatsgäste abgeschirmt werden, in diesem Fall er aber den Kontakt zu den Menschen suchen wird", sagte Wintersteiger.

Die Cobra geht davon aus, dass "der Papst grundsätzlich hochgefährdet ist", sagte Wintersteiger. Ein Anschlag würde eine breite Plattform der Öffentlichkeit finden. Dennoch gebe es kein konkretes Bedrohungsszenario, erläuterte der Innenminister. Laut Analyse des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) ist in jedem Fall Vorsicht geboten, auch wegen der islamkritischen Äußerungen des Papstes.

Das außergewöhnliche Szenario des Personenschutzes, während der Papst in der Menge badet, ist im Training für die Cobra-Beamten enthalten, meinte Wintersteiger. Außergewöhnlich ist auch das Papamobil: "Das Fahrzeug ist voll gepanzert. Der Schwerpunkt ist etwas anders", beschrieb Wintersteiger die Eigenheiten des Autos für Benedikt. Zwei davon stehen zur Verfügung: Eines für die Fahrten in Wien, das zweite in Mariazell.

(apa/red)

4.9.2007 12:56