Kirche macht für heiligen Besuch einiges
locker: Papst-Visite kostet fünf Millionen !
- Schönborn sieht Programm mit 'deutlicher Architektur'
·FORMAT-Bericht:
"Das Papst Business"
"Heiliger Besuch" zieht die Massen & das Geld an
·Schönborn in NEWS:
'Der Papst tut uns gut'
Kardinal spricht ganz persönlich über Benedikt
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Große NEWS-Umfrage zum Besuch des Papstes
Kardinal Christoph Schönborn hat die Kosten für den Papstbesuch erstmals offiziell bestätigt. Demnach beträgt das Budget der Kirche dafür 5 Millionen Euro, wie das Nachrichtenmagazin FORMAT bereits berichtet hatte.
Bei den 5 Millionen Euro handelt es sich ausschließlich um das Budget der Kirche für den Pastoralbesuch. Wie viel der Staatsbesuch - also vom Empfang am Flughafen über das Treffen in der Hofburg bis zu den Sicherheitsmaßnahmen - beträgt, bleibt weiter unklar. Für die geistlichen Stationen selbst betonte Schönborn die "deutliche Architektur" des Programms. Diese ziehe sich vom Empfang der Jugendlichen Am Hof über die Pilgerfahrt nach Mariazell bis zum karitativen Aspekt.
Zur Frage der Ökumene während des Papstbesuches meinte Schönborn, ein solche Begegnung sei auch deswegen nicht geplant worden, da es sich um eine Pilgerfahrt und nicht um einen Pastoralbesuch im eigentlichen Sinne handle. Es werde aber einen starken Konnex zu der zur selben Zeit stattfindende Europäische Ökumenische Versammlung in Sibiu geben. Im Rahmen der Feier in Mariazell werden Papst und Mitfeiernde eine Kerze entzünden, die auf dieses hinweisen werde. Der niederösterreichische evangelische Superintendent Paul Weiland wird diese als Zeichen ökumenischer Verbundenheit an Benedikt XVI. weiterreichen. Auch der Heilige Vater selbst werde "sicher auf diesen Aspekt eingehen".
Eine starke Symbolik hat für Schönborn auch das gemeinsame Gedenken des Papstes mit Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg vor dem Holocaust-Mahnmal am Judenplatz. Dies sei "eine Geste, die auch die tragischen Seite der Geschichte dieser Stadt entspricht". Der Papst sei mit dieser Station sofort einverstanden gewesen, die man auch aufgrund der Nähe von Judenplatz und Platz Am Hof ausgewählt habe. Schönborn erinnerte daran, dass in Wien sowohl Theodor Herzl das Buch "Der Judenstaat" geschrieben habe, aber auch Adolf Hitler seine antisemitischen Ideen entwickelt habe. (apa/red)
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