Brown & Sarkozy für Waffenruhe in Darfur: 4 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen
- 2,5 Millionen vertrieben und kein Ende der Gewalt
·Rebellen doch für Darfur-Friedensplan
Andere Gruppe lehnt US- Vermittlung weiterhin ab
·UNO-Friedenstruppe für Darfur beschlossen
Mit 26.000 Blauhelmen bisher größte Entsendung
Der britische Premier Brown und der französische Staatschef Sarkozy haben stärkere internationale Aktionen zur Sicherung eines Waffenstillstands in der sudanesischen Krisenregion Darfur gefordert. Die beiden erklärten, sie würden ihre Anstrengungen "verdoppeln", um Darfur den Frieden zu bringen. Seit 2003 kamen in der Region mehr als 250.000 Menschen ums Leben, 2,5 Millionen wurden vertrieben.
Erforderlich sei auch eine dauerhafte politische Lösung, so die beiden Spitzenpolitiker. Das Entsendung einer Friedenstruppe der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union (AU) mit 24.000 Soldaten und fast 4000 Polizisten in den nächsten Wochen nach Darfur sei nicht das Ende, sondern erst der Anfang der internationalen Anstrengungen. "Wir rufen alle Seiten auf, ohne Verzögerung einen Waffenstillstand zu respektieren und die Luftangriffe auf Zivilisten sofort zu beenden", erklärten Sarkozy und Brown.
In der westsudanesischen Region terrorisieren regimetreue arabische Janjaweed-Reitermilizen die ortsansässige Bevölkerung. Nach internationalen Schätzungen kamen seit 2003 mehr als eine Viertelmillion Menschen ums Leben, 2,5 Millionen wurden vertrieben, 250.000 davon flüchteten über die Grenze in das Nachbarland Tschad. Brown und Sarkozy verwiesen darauf, dass mehr als vier Millionen von humanitärer Hilfe abhängig seien.
(apa/red)
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