Waldbrände in Griechenland unter Kontrolle: Auf Peloponnes lodern noch zwei Feuer
- Große Sorge vor neuer Hitzewelle & starkem Wind
- Barroso und Karamanlis machen sich Bild von Lage
Die Waldbrände in Griechenland sind größtenteils unter Kontrolle. Die Lage blieb allerdings angespannt, weil im gesamten Süden des Landes Höchsttemperaturen um die 40 Grad herrschen. EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso machte sich ein Bild von der Lage. An Bord eines Hubschraubers überflog er zusammen mit dem griechischen Premier Kostas Karamanlis die Katastrophenregionen auf dem Peloponnes.
"Das Griechen müssen wissen, dass sie nicht alleine stehen", sagte Barroso. "Der Wiederaufbau muss bald beginnen. Die EU wird jede mögliche Maßnahme treffen, um Griechenland zu helfen", sagte er. Beide Politiker lobten die Hilfe aus vielen anderen europäischen Ländern. Auch vier Flieger aus Österreich waren an den Löscheinsätzen beteiligt.
Die Höhe der EU-Hilfe sollte in den kommenden Tagen in Brüssel entschieden werden. Die Rede war von 200 Millionen Euro Soforthilfe. Im Oktober könnten weitere 400 Euro aus Solidaritätsfonds ausgezahlt werden.
Unterdessen gingen in fast allen Regionen der Halbinsel Peloponnes die Löscharbeiten weiter. Vielerorts flackerten alte Brandherde wieder auf. Am schwierigsten gestalteten sich die Löscharbeiten in der gebirgigen Provinz Arkadien sowie auf dem Berg Parnon auf der Ostseite der Halbinsel. Rund 20 Flugzeuge und 15 Hubschrauber wurden in diesen zwei Gebieten eingesetzt, um auch zwei letzten gefährlichen Brände in den Griff zu bekommen. Am Vorabend waren fünf Häuser in der Ortschaft Sarakiniko in Arkadien verbrannt. Menschen wurden jedoch nicht verletzt.
(apa/red)
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