Besuch im Katastrophengebiet: Bush bittetOpfer von Hurrikan 'Katrina' um Geduld
- Kritik an schleppendem Wiederaufbau New Orleans
- 1.500 Menschen starben bei Hurrikan vor 2 Jahren

·Schwere Schäden im Gefolge von "Dean"
Regenfälle verwüsten Mexiko: 12 Todesopfer
·BILDER: 'Dean' fegte über Mexiko hinweg
Sturm traf mit voller Wucht Halbinsel Yucatan
·Die BILDER: "Katrina" verwüstete die USA
Immense Zerstörungen, katastrophale Zustände
Zum zweiten Jahrestag der Hurrikankatastrophe von New Orleans hat US-Präsident George W. Bush die Überlebenden in der zerstörten Stadt um Geduld gebeten. "Wir verstehen, dass es immer noch Probleme gibt, und wir kümmern uns darum", sagte Bush in einer Schule in New Orleans. Er reagierte damit auf Kritik am schleppenden Wiederaufbau der Stadt im Bundesstaat Lousiana, in die bisher etwa 260.000 der einstmals 450.000 Einwohner zurückgekehrt sind. Der Bürgermeister von New Orleans, Ray Nagin, warf der Regierung in Washington mangelnde Unterstützung vor: "Gebt uns, was wir brauchen, um endlich Fortschritte machen zu können."
Bush nahm in seiner Ansprache Bezug auf den weit verbreiteten Unmut über den Wiederaufbau: Viele Menschen würden sich in der Katastrophenregion fragen, ob die Bundesregierung in Washington sich um ihre Sorgen kümmere. "Wir werden uns weiter kümmern", sagte der Präsident. "Vor New Orleans liegen bessere Tage." Es war Bushs 15. Besuch in der Region seit dem Hurrikan "Katrina".
Der Präsident nahm in New Orleans an einer Schweigeminute zum Gedenken an die rund 1.500 Menschen teil, die durch den Hurrikan ums Leben gekommen waren. Die Schweigeminute markierte den Moment, an dem zwei Jahre zuvor die Dämme unter dem Druck der Sturmböen und der Wassermassen brachen. 80 Prozent von New Orleans wurden überflutet. Noch heute sind viele der zerstörten Häuser nicht wieder aufgebaut. Zehntausende Menschen wohnen weiter in Wohnwagen, weil ihre Häuser noch nicht instandgesetzt sind.
Bushs zögerliche Reaktion auf die Katastrophe und viele Fehler der Behörden hatten das Ansehen des US-Präsidenten nach dem Hurrikan stark beschädigt. Ihm wurde vorgeworfen, sich für das Schicksal der armen und schwarzen Bevölkerung nicht zu interessieren. Im gegenwärtigen Präsidentschaftswahlkampf weisen die gegnerischen Demokraten regelmäßig auf das Versagen der Regierung des Republikaners Bush bei der Katastrophenbewältigung hin. Sie interpretieren dies - neben dem problematischen Einsatz im Irak - als Indiz für Inkompetenz der Regierung.
(apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Erdbeben in Italien13:28
Österreich spürte BebenÜber 1.000 Menschen meldeten Erdstöße - sogar bis Linz und Wien spürbar
