Mittwoch, 29. August 2007

Über 30 Festnahmen in Frankreich: Banden-
Krieg mitten in Pariser Touristenviertel

  • Jugendliche mit Macheten und Messern bewaffnet

Im Pariser Touristenviertel Pigalle haben sich zwei Jugendbanden eine Straßenschlacht geliefert. Die teils mit Macheten und Messern bewaffneten Jugendlichen fanden sich auf dem Platz nahe dem U-Bahnhof Pigalle ein.

Über dreißig Menschen wurden vorübergehend festgenommen. 13 Jugendliche mussten in Haft bleiben. Während die Polizei von rund 50 Teilnehmern sprach, berichteten Augenzeugen von rund 150.

Ein Teil der Festgenommenen stammte aus dem Departement Hauts-de-Seine westlich des Stadtzentrums, die anderen aus dem 18. und 19. Pariser Bezirk. Ermittler vermuteten einen Zusammenhang mit Vorfällen im Nordbahnhof. Dabei waren zwei Menschen offenbar durch Stichwaffen verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler könnte der Beweggrund für die Ausschreitungen "ein Streit in Verbindung mit Drogen sein, der ausgeartet ist".

Geschäftsleute sagten der Zeitung "Le Parisien", in letzter Zeit habe es in dem Viertel immer wieder Probleme mit Jugendbanden gegeben. Laut der Zeitung kam es am Samstagabend auch zu Vorfällen vor dem berühmten Kabarett "Moulin Rouge". "Die Touristen hatten solche Angst vor den Banden, dass sie sich nicht getraut haben, den Saal zu verlassen", erzählte der Besitzer eines daneben liegenden Theaters dem Blatt.

(apa/red)

29.8.2007 12:38