Montag, 27. August 2007

Fische und Pilze in Finnland verseucht: Radioaktive Belastung weiter erhöht

  • Auch 20 Jahre nach Reaktorunglück von Tschernobyl

Auch 20 Jahre nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl in der Ukraine sind in Teilen Finnlands Fische und Pilze noch radioaktiv verseucht. Dies ergab ein Bericht der finnischen Behörde für Lebensmittelsicherheit Evira. Dafür wurden im Jahr 2005 Fische und Pilze der Region von Vammala im Südwesten des Landes untersucht, die durch die Reaktorexplosion 1986 besonders stark verseucht wurde.

Der europäische Grenzwert für die radioaktive Belastung mit Caesium 137 in Höhe von sechs Becquerel pro Kilogramm wurde demnach bei einem Fünftel der untersuchten Fische erreicht oder überschritten. Bei den untersuchten essbaren Pilzen traf dies sogar bei mehr als der Hälfte zu.

Bei den Pilzen wurden laut Evira-Studie Werte bis zu 5.400 Becquerel pro Kilogramm gemessen, bei den Fischproben immerhin bis zu 2.000 Becquerel pro Kilogramm. Außerdem hätten 17 Prozent der untersuchten Fische eine anormale Quecksilberbelastung aufgewiesen. Die Behörden empfehlen, pro Monat nur ein bis zwei Seefische der Region zu essen und Pilze vor dem Verzehr gut zu reinigen. Schwangere sollten zudem keine Hechte essen.

(apa)

27.8.2007 18:35