Montag, 27. August 2007

China will beim Klimaschutz zusammen-
arbeiten: Thema künftig auf Chefebene

  • Merkel: Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit

Die chinesische Führung hat der deutschen Bundeskanzlerin Merkel bei ihrem Besuch in Peking nach Informationen aus der deutschen Delegation eine verstärkte Zusammenarbeit beim Klimaschutz angeboten. Bei dem Gespräch mit Merkel habe der chinesische Ministerpräsident Wen den Vorschlag unterbreitet, dieses Thema künftig nur noch auf Chefebene zu behandeln.

Dies wurde als bedeutendes Signal der chinesischen Führung im Dialog über den Kampf gegen die Erderwärmung bezeichnet. Merkel sah damit beim Thema Klimaschutz Bewegung in der chinesischen Führung. Weiters hat die deutsche Kanzlerin nach eigenen Angaben in China für die Einhaltung der Menschenrechte und den Schutz des geistigen Eigentums geworben. Nach einem Gespräch mit dem chinesischen Staatspräsidenten Hu Jintao sagte Merkel, sie habe deutlich gemacht, dass beide Fragen "für das Image Chinas" sehr wichtig seien.

Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit
Nach ihren Worten erinnerte sie die chinesische Führung auch daran, dass bei den Olympischen Spielen im kommenden Jahr die Welt besonders auf China schauen werde. Bei einem Gespräch mit Wen bekräftigte Merkel auch, die wirtschaftliche Zusammenarbeit ausbauen zu wollen. "Wir wollen alles daran setzen, dass diese Beziehungen noch enger werden", sagte sie.

Wen lobte die Offenheit Merkels in den bisherigen Gesprächen. "Sie sprechen sehr gerne direkt die Sachen an", sagte er. "Dieses Spiel mag ich." Dass Merkel China bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren besuche sei ein Zeichen dafür, dass die deutsche Regierung sehr großen Wert auf eine freundschaftliche Zusammenarbeit mit China lege. "Dieser Besuch wird ein unvergesslicher Besuch für Sie sein", versprach Wen der Kanzlerin.

(apa)

27.8.2007 16:59