Sonntag, 2. September 2007

Kdolskys Sympathiewerte jetzt abgestürzt: Ursula Plassnik weiterhin am beliebtesten

  • Umfrage: Popularitätseinbruch auch bei Buchinger
  • Regierungsspitzen liegen nur im hinteren Mittelfeld

Familienministerin Andrea Kdolskys Outing über ihr Privatleben hat vielen Österreichern missfallen. In einer Umfrage des Gallup Institutes für eine Tageszeitung stürzten ihre Sympathiewerte um 20 Prozentpunkte ab. Mit einem Popularitätsminus von 22 Prozent rangiert sei weit hinter den anderen Regierungsmitgliedern. Die meisten von ihnen mussten allerdings ein Minus hinnehmen.

Nur Vizekanzler Wilhelm Molterer, Innenminister Günther Platter und Verteidigungsminister Norbert Darabos konnten zulegen; Justizministerin Maria Berger und Frauenministern Doris Bures blieben gleich, berichtet "Österreich". Darabos ist trotz seines Beliebtheits-Zuwachses von vier Prozentpunkten mit einem Popularitätsminus von neun Prozent aber immer noch das zweit-unbeliebteste Regierungsmitglied hinter Kdolsky.

Plassnik weiter beliebtestes Kabinettsmitglied
Außenministerin Ursula Plassnik konnte ihre Position als beliebtestes Kabinettsmitglied - trotz eines Minus von sechs Prozentpunkten - mit einem Saldo von 30 Prozent verteidigen. An zweiter Stelle liegt Umweltminister Josef Pröll (V) mit 21 Prozent. Das zweitgrößte Minus (zehn Prozentpunkte) musste Sozialminister Erwin Buchinger (S) hinnehmen. Er ist mit 20 Prozent im Plus und Platz 3 aber immer noch der Sympathie-Spitzenreiter in der SPÖ-Riege.

Die Regierungsspitzen liegen im hinteren Mittelfeld. Während ÖVP-Chef Molterer aber immerhin noch einen positiven Saldo (vier Prozent) aufweist, überwiegen bei Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (mit einem Minus-Saldo von zwei Prozent) die negativen Antworten.

Der Popularitäts-Saldo ergibt sich aus einer Umfrage, bei der Gallup sich erkundigt, welche Minister den Befragten zuletzt "positiv" und welche "negativ" aufgefallen sind.

(apa)

2.9.2007 13:03