Bundesheer-Reform soll 3.000 Jobs kosten! Gewerkschaft fordert soziale Maßnahmen
- Durch Umschichtungen keine geeigneten Posten mehr
- Personalabbauch auch durch "Golden Handshakes"

·'Skandalös, ahnungs-
los und überfordert'
Darabos unter Beschuss von VP, Grünen, BZ & FP
·Darabos-Brief
an Spitzenbeamte
Bundesheerreform: Das Schreiben im Wortlaut
Rund 3.000 Bedienstete dürften am Ende der Bundesheerreform ohne adäquaten Job übrigbleiben. Das schätzen die Personalvertreter von SPÖ, ÖVP und FPÖ Friedrich Bauer, Wilhelm Waldner und Manfred Haidinger. Sie fordern im Gespräch mit der APA entsprechende soziale Maßnahmen für die Betroffenen.
Die Reform sieht unter anderem eine Umschichtung von Personal von der Organisation zur Truppe vor. Das jetzige Verhältnis - Grundorganisation 15.000, Truppe 9.000 Bedienstete - soll künftig ausgeglichen sein. Das heißt, dass von den insgesamt 24.000 aktiven Bediensteten rund 3.000 umgeschichtet werden müssten.
Die Personalvertreter schätzen, dass es durch Verschiebungen und Postenabbau am Ende für 2.000 bis 6.000 Bedienstete keinen geeigneten Posten geben wird - wobei die Schätzungen je nach Parteizugehörigkeit etwas auseinandergehen. So geht etwa die ÖVP von 2.000 bis 3.000, die SPÖ von 3.000 bis 4.000 und die FPÖ von 5.000 bis 6.000 Betroffenen aus. In ihrer Forderung nach Sozialmaßnahmen sind sich die Gewerkschafter hingegen weitgehend einig. Sie fordern unter anderem eine Verlängerung des letzten Sozialpakets, das nur noch bis 1. Juli 2008 in Anspruch genommen werden kann.
Der Personalabbau soll über natürliche Abgänge, Nicht- Nachbesetzungen, Umschichtungen innerhalb des Heeres und Pensionierungen umgesetzt werden. Der Um- und Abbau soll sozialverträglich und unter Einbindung der Personalvertreter passieren, versichert man im Ministerium. In einem Darabos-Interview war kürzlich von "Golden Handshakes" die Rede.
(apa/red)
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