Deutscher Kidnapper in Rust verhaftet: 18 Monate alte Tochter wohlauf im Burgenland
- 40-Jähriger von burgenländischer Polizei geschnappt
Ein mutmaßlicher Kindesentführer ist in Rust im Burgenland festgenommen worden. Der 40-jährige Deutsche soll Ende Juni seine 18 Monate alte Tochter in Nordrhein-Westfalen gekidnappt haben, teilte die Sicherheitsdirektion mit. Der Mann wurde in seinem Fahrzeug von einer Polizeistreife wahrgenommen. Die Beamten stellten ihn in der Folge, der Deutsche befand sich alleine in dem Pkw.
Das Mädchen war zu diesem Zeitpunkt bei einer Frau in Siegendorf im Bezirk Eisenstadt-Umgebung untergebracht. Sie sei wohlauf, hieß es.
Nach dem Kriminellen wurde bereits gefahndet. Gegen den 40-jährigen Deutschen lag ein internationaler Haftbefehl vor. Auch das Pkw-Kennzeichen sei den Beamten bekannt gewesen. Dieses wurde von Polizisten am Samstagnachmittag in Rust gesehen, samt dem Verdächtigen, der sich im Fahrzeug befand. Der Mann wurde in der Folge festgenommen und in die Justizanstalt Eisenstadt eingeliefert. Er soll nach Deutschland ausgeliefert werden. Die 18 Monate alte Tochter wurde zunächst in eine betreute Einrichtung gebracht, hieß es von der Polizei. Dem Kind gehe es gut.
Der Fall hatte bereits am vergangenen Donnerstag nach der TV-Serie "Aktenzeichen XY" in Österreich für Aufsehen gesorgt. Es gingen Anrufe ein, wonach der Verdächtige in Nieder- und Oberösterreich gesehen worden sei. In der Umgebung von Steyr und Linz sowie bei Amstetten soll sich der Mann zunächst aufgehalten haben. In der Folge meldeten sich auch am Samstag Zeugen, die den Verdächtigen Tage davor im Burgenland in Siegendorf mit seiner Tochter erkannt hätten.
Laut Ermittlungen der Kripo Bielefeld dürfte der 40-Jährige, der Besuchsrecht hatte, seine Tochter am 30. Juni 2007 von zu Hause abgeholt haben, um mit ihr einen Safari-Park zu besuchen. Danach waren beide zunächst unauffindbar. Die Entführung habe der Mann vermutlich länger geplant gehabt.
(APA/red)
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