Samstag, 1. September 2007

Niessl will ÖVP WahlDenkzettel verpassen:
Kritik an Burgenland-Kommunismus-Sagern

  • 'Diffamierungen' laut SP-Landeshauptmann "schäbig"
  • Will "nicht zulassen, dass Land herabgesetzt wird"

Der von ÖVP-Politikern zuletzt im Zusammenhang mit Kritik an der SPÖ mehrfach verwendete Begriff "Burgenland-Kommunismus" stößt bei den Sozialdemokraten auf heftige Kritik: Er finde es "schäbig, dass jene, die für das Land arbeiten, diffamiert werden" und "die Anderen" die Arbeit im Land blockierten, sagte SPÖ-Chef Landeshauptmann Hans Niessl beim Wahlkampfauftakt der SPÖ für die Gemeinderatswahl in Raiding.

"Ich frage mich, wen meint der, wenn er sagt, es gibt einen Burgenland-Kommunismus?", so Niessl in Richtung Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl. Er frage sich, ob der ÖVP-Chef jene 52 Prozent meine, die bei der Landtagswahl die Sozialdemokraten gewählt hätten. "Ist er noch immer beleidigt, weil die Sozialdemokratie im Burgenland die absolute Mehrheit erreicht hat?", fragte Niessl.

"Wer in diesem Land die Menschen beleidigt und hier als Burgenland-Kommunisten bezeichnet - denn, wenn er von Burgenland-Kommunisten spricht, dann muss es ja auch solche geben - der muss auch bei der Gemeinderatswahl einen entsprechenden Denkzettel bekommen", erklärte der Landeshauptmann. Man werde "nicht zulassen, dass dieses Land von einer ÖVP diffamiert und herabgesetzt wird."

(apa)

1.9.2007 14:17