Samstag, 1. September 2007

Österreicher wissen nichts über Erste Hilfe:
Nur wenige könnten im Notfall Leben retten

  • Viele leisten aus Angst vor Fehlern gar keine Hilfe
  • Kuratorium ist für verpflichtende Auffrischungskurse

Das Wissen der Österreicher zum Thema Erste Hilfe weist große Lücken auf. Bei einer Studie des Roten Kreuzes gemeinsam mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit hat sich gezeigt, dass nur 3,5 Prozent der Befragten richtig beantworten konnten, was in welcher Reihenfolge an der Unfallstelle zu tun ist. Drei Viertel der Befragten gaben an, dass sie aus Angst vor Fehlern keine Erste Hilfe leisten.

In der Realität sind laut Rotem Kreuz noch weniger Menschen bereit, Erste Hilfe zu leisten, nämlich nur rund zehn Prozent. Es haben zwar 90 Prozent der Befragten einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert - allerdings vor zehn oder sogar mehr Jahren. Das KfV will, dass speziell jene, die beruflich viel auf der Straße unterwegs sind, im Rahmen ihrer Weiterbildung Auffrischungskurse absolvieren. Für das Kuratorium wäre ein Zeitraum von drei bis fünf Jahren für die verpflichtenden Erste-Hilfe-Auffrischungskurse denkbar.

Ganze 60 Prozent würden vergessen, die Unfallstelle abzusichern, rund die Hälfte den oder die Verletzen nicht bergen, berichtete das Ö1-"Morgenjournal".

(apa/red)

1.9.2007 13:31