Darabos zugeknöpft bei Fragen zu US-
Raketenschild: Kooperation hervorgehoben
- "Wien und Preßburg nicht nur geographisch sehr nah"
- Erstes Treffen mit Kasicky als Verteidigungsminister
·US-Raketenschild für Plassnik "Problem"
"Ich formuliere die Linie in diesen Themen"
·USA weisen Kritik
von Darabos zurück
Raketenschild: "Neues strategisches Umfeld"
Verteidigungsminister Darabos hat sich bei einem Besuch in Preßburg zugeknöpft auf die Frage nach seiner Kritik am US- Raketenabwehrsystem in Mitteleuropa gezeigt. Er wolle österreichische Angelegenheiten nicht im Ausland diskutieren, sagte Darabos nach einem Gespräch mit seinem slowakischen Amtskollegen Kasicky. Die beiden Minister betonten die Harmonie in den bilateralen Beziehungen.
Die Frage des Raketenschilds sei nicht Gegenstand der Gespräche mit Kasicky gewesen, sagte Darabos. Die europäischen Staaten hätten ein Recht darauf, eine eigene Haltung zu diesem Problem einzunehmen.
Darabos hatte mit seiner Aussage, der Raketenschild seine "Provokation", für Aufregung in den USA und Tschechien gesorgt. Das System soll in Polen und Tschechien installiert werden und stößt auf erbitterten Widerstand Russlands, das dadurch seine Sicherheitsinteressen berührt sieht. Die slowakische Diplomatie hat sich aus dem Konflikt bisher herausgehalten und betont, es handle sich um eine innere Angelegenheit Tschechiens und Polens.
Darabos & Kasicky erstmals als Verteidigungsminister getroffen
Darabos und Kasicky trafen erstmals in ihrer Eigenschaft als Verteidigungsminister zusammen. Sie betonten, dass es in den bilateralen Beziehungen zwischen Österreich und der Slowakei keine heiklen Punkte gebe. Die Minister wiesen auf die besonders enge Zusammenarbeit bei den Friedensmissionen auf den Golan-Höhen, im Kosovo und auf Zypern hin. Laut Darabos werden allein heuer 42 Kooperationsprojekte der beiden Armeen umgesetzt. Dabei erwähnte er, dass österreichische ABC-Einheiten die Möglichkeit zu Militärübungen in der Slowakei erhalten haben. Umgekehrt will Österreich der slowakischen Armee Kursplätze an der Theresianischen Militärakademie anbieten, was von der slowakischen Seite "sehr erfreut" aufgenommen worden ist.
(apa/red)
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