Tödlicher Bootsunfall am Pressegger See:
Pensionist ertrinkt bei Segeltörn mit Enkel
- Schlechtwetter brachte Segelboot zum Kentern
- 14-jähriger Enkelsohn konnte sich ans Ufer retten
Ein 67 Jahre alter Pensionist aus Braunau am Inn in Oberösterreich ist am Donnerstagnachmittag am Pressegger See (Bezirk Hermagor) in Kärnten tödlich verunglückt. Der Mann war mit seinem 14-jährigen Enkelsohn bei widrigen Wetterbedingungen mit einem Segelboot gekentert. Während der Pensionist im See unterging, konnte sich der Bub ans Ufer retten und wurde laut Angaben des Roten Kreuzes ins LKH Villach gebracht. Sein Großvater konnte nach stundenlanger Suche von Rettungstauchern nur noch tot geborgen werden.
"Zeitweise regnete es sehr stark und es war sehr windig", beschrieb ein Polizeisprecher auf Anfrage der APA die Wetterverhältnisse zum Zeitpunkt des Unfalls. Eine Windböe dürfte das Segelboot auch zum Kentern gebracht haben. Beide Segler fielen ins Wasser. "Der Junge konnte sich schwimmend ans Ufer retten. Dort hat er erst bemerkt, dass sein Großvater fehlt", erklärte der Sprecher.
Großangelegte Suchaktion
Während der Bub mit einem schweren Schock und einer leichten Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht wurde, lief eine groß angelegte Suchaktion nach dem Pensionisten an. Letztendlich sichtete die Besatzung eines Hubschraubers des Innenministeriums den Vermissten. Taucher bargen die Leiche des Oberösterreichers.
Laut Polizei hatte der Verunglückte gemeinsam mit seiner Ehefrau und seinem Enkel in Kärnten Urlaub gemacht. Das Segelboot hatte er von einem Hotelbesitzer ausgeborgt.
(apa/red)
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