Politiker konnten uns unsere Sorgen nicht nehmen: Gibt es für Jugend genügend Jobs?
- Österreicher zerbrechen sich über Pensionen Kopf
- Bedenken: Teuerungen bei Energie & Lebensmitteln
Plus: Was sagen Sie zur Arbeit der Bundesregierung?
Die Österreicher machen sich die größten Sorgen über die Jugendarbeitslosigkeit. 77 Prozent gaben bei einer Umfrage des Salzburger Instituts für Grundlagenforschung (IGF) an, dass sie sich darüber persönlich sorgen. Kaum geringer sind auch Ängste über teurere Energiekosten (76 Prozent), die Versorgung alter Menschen (75 Prozent) und Einsparungen im Gesundheitswesen (73 Prozent).
Deutlich spürbar ist in der Umfrage die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Jeder zweite Österreicher sorgt sich über steigende Arbeitslosigkeit, das sind im Vergleich zu früheren Umfragen um etwa zehn Prozent weniger. Angst um den eigenen Arbeitsplatz hat nur jeder Zehnte. "Die Hauptsorge betrifft die Jugend, wo dringend Maßnahmen gesetzt werden sollten", meinte IGF-Geschäftsführerin Ernestine Depner-Berger.
Fühlen uns durch Preissteigerungen betroffen
Betroffen fühlen sich die Menschen auch sehr stark von Preissteigerungen. Nach den Energiekosten sorgen sich 69 Prozent wegen Teuerungen der Lebensmittel, je 64 Prozent wegen höherer Steuern oder teurerer Spritpreise und 45 Prozent fürchten höhere Wohnkosten. Immerhin 38 Prozent zweifeln, ob sie sich ihr Leben weiter leisten können.
Nicht gereicht haben die bisherigen Maßnahmen, um den Österreichern die Angst um gesicherte Pensionen nehmen zu können. Zwei Drittel sorgen sich deswegen, und zwar in allen Schichten und Altersgruppen gleichermaßen.
Gesundheitswesen und Pflege
Und auch das Gesundheitswesen und die Pflege alter Mitbürger beschäftigt die Menschen sehr. Drei Viertel haben Bedenken, dass die alte Generation ausreichend versorgt werden kann, knapp weniger befürchten Einsparungen im Gesundheitswesen. 60 Prozent der Befragten haben Angst davor, selbst ein Pflegefall zu werden.
Depner-Berger zieht ihren Schluss aus dem Umfrage: "Bei früheren IGF-Studien waren die Sorgen der Menschen je nach Alter und Sozialschicht unterschiedlich ausgeprägt. Bei der vorliegenden Studie gibt es kaum Unterschiede nach Alter, Geschlecht oder Bildungsniveau. Dies ist ein Indikator dafür, dass es bis dato nicht gelungen scheint, die Ängste und Sorgen der Bevölkerung zu minimieren, im Gegenteil."
(apa)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Erdbeben in Italien13:28
Österreich spürte BebenÜber 1.000 Menschen meldeten Erdstöße - sogar bis Linz und Wien spürbar
