Freitag, 31. August 2007

Streiterei bei Wien endet mit Bauchschuss: Älterer Mann als mutmaßlicher Schütze

  • Auch Pfefferspray soll dabei im Spiel gewesen sein
  • 44-Jähriger gab an sich bedroht gefühlt zu haben

Blutig hat in Ebergassing (Bezirk Wien-Umgebung) eine wiederholte Auseinandersetzung eines 44-Jährigen mit Jugendlichen geendet. Nach Angaben der Polizei gab der Mann in einer Wohnhausanlage einen Schuss aus einer Pistole ab, der einen 19-Jährigen in den Bauch traf. Das schwer verletzte Opfer wurde ins AKH Wien eingeliefert, der mutmaßliche Täter ist in U-Haft.

Laut Polizei hatte der Verdächtige aus etwa zwei Metern Entfernung geschossen. Bei der - illegal angeeigneten - Waffe handelte es sich um eine Walther PP (Kal. 7,65). Der 19-Jährige erlitt einen Bauchdurchschuss und schwebte den behandelnden Ärzten zufolge in Lebensgefahr, wie die Sicherheitsdirektion berichtete.

Bereits wiederholt Auseinandersetzungen
Die Ermittlungen der Kriminalisten ergaben, dass es in der Wohnhausanlage bereits wiederholt Auseinandersetzungen gegeben hatte. So hätten Jugendliche auch vor der Wohnung des 44-Jährigen gelärmt und den Eingangsbereich verschmutzt bzw. beschädigt. Der spätere Tatverdächtige habe die Burschen aufgefordert, sich zu entfernen und auch Pfefferspray eingesetzt, "der aber keinerlei Wirkung erzielt hatte, sondern die Situation noch mehr eskalieren ließ".

Die Jugendlichen hätten angekündigt, Verstärkung zu holen und seien in der Folge tatsächlich "in einer Stärke von zehn bis 15 Personen" aufgetreten. Als sie ständig gegen die Eingangstür schlugen, habe der Mann die im Kellerabteil verwahrte, illegal angeeignete Pistole geholt und sei seinen Widersachern gegenübergetreten. Unmittelbar darauf brach ein Schuss. Der 44-Jährige wollte jedoch nicht konkret auf jemanden gezielt haben. Er gab laut Polizei außerdem an, dass er sich bedroht gefühlt und deshalb geschossen habe.

(apa/red)

31.8.2007 11:05