FPÖ-Streit bringt HC Strache an Rand des Rücktritts: "Stadler will mich ruinieren!"
- NEWS: Geister der Vergangenheit verfolgen Strache
- Neue rechtsradikale Vorwürfe gegen den FPÖ-Chef

·Strache bei illegalem Aufmarsch 1989 dabei
profil: Statt Wohltätigkeit getarnte Neonazi-Demo
·Strache gibt Kontakte
zu Neonazi-Gruppe zu
Verbindung zu 'Wiking- Jugend' nun gestanden
Er hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht, als er VAPO-Gründer (Volkstreue Außerparlamentarische Opposition) Gottfried Küssel plötzlich den Zutritt zur "traditionellen" Sonnwendfeier am Cobenzl verwehrte. Denn dass FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache seine Gefährten von früher nicht mehr kennen will, gar den einen oder anderen "Kameraden" schlicht aus seinem Gedächtnis verbannen möchte, kommt in jener Szene, in der sich der 20-jährige Strache einst freudigst bewegt hatte, gar nicht gut an. Die Parolen von gestern - "Ehre und Treue" - wollen die Herren eben nicht so schnell vergessen lassen.
Und so tauchen immer weitere Fakten über des FP-Chefs eindeutig gefärbte politische Vergangenheit auf. Fakten, die just Straches liebstem Ex-Parteifreund, Ewald Stadler, zugespielt wurden. Und Fakten, die den FPÖ-Chef nun an den Rand des Rücktritts treiben. Denn der prominente Ex-Blaue, Stadler, an dem schon Ex-FPÖ-Chefin Susanne Riess-Passer und Jörg Haider gescheitert waren, filetiert nun Strache nach allen Regeln der Kunst, wie Strache selbst im kleinen Kreis völlig entnervt berichtet. "Stadler plant das schon seit Monaten, der will mich politisch ruinieren."
Öffentlich hält sich der "parteifreie" Abgeordnete im FPÖ-Klub Stadler noch zurück. Doch im Hintergrund soll er bereits minutiös an Straches Ende basteln. Vor einigen Monaten ist Stadler den Südtiroler Freiheitlichen still und heimlich beigetreten, um zu zeigen, dass er im nationalen Lager nach wie vor verankert ist. In den FPÖ-Ländergruppen Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Kärnten hat Stadler weiter jede Menge Unterstützer. Dort werden Straches seltsame Erklärungen über seine einstigen Kontakte zu führenden heimischen und deutschen Neonazis mit immer größerer Süffisanz beobachtet. Dass Strache nun zugeben musste, dass er zu Silvester 1989 bei einer rechtsextremen Kundgebung im Grenzgebiet zwischen dem westdeutschen Hessen und dem ostdeutschen Thüringen von der deutschen Polizei angehalten wurde, dürfte aber längst noch nicht der Höhepunkt seiner Geschichte sein.
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