Parteichefs im großen NEWS-Imagecheck: Mehrheit glaubt an Gusenbauers Wiederwahl
- Stärken und Schwächen: Parteichefs liegen gleichauf
- Aber: Österreicher verbringen Abend lieber mit Gusi

·Molterer: "Mit mir kein numerus clausus"
Machtwort von ÖVP-Chef zur Bildungsdiskussion
·Zuverdienstgrenze: "Dabei bleibt's auch"
Molterer lässt sich von Debatte nicht erweichen
·IHRE MEINUNG zur anstehenden Wahl!
Wen werden Sie am 28. September 2008 wählen?
Während Kanzler und Vizekanzler zum ersten Ministerrat nach der Sommerpause zusammentrafen und sie sich in den ORF-"Sommergesprächen" ein "Fernduell" lieferten, ließ NEWS die Bevölkerung die beiden Parteichefs direkt beurteilen. Das market-Institut befragte 500 Österreicherinnen und Österreicher nach der Einschätzung der Arbeit von SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer und ÖVP-Chef Wilhelm Molterer.
Das Ergebnis: "Ein Kopf-an-Kopf-Rennen auf niedrigem Niveau", sagt market-Chef Werner Beutelmeyer. Vizekanzler Molterer punktet mit besseren Werten in Wirtschaftskompetenz und Führungsstärke, Bundeskanzler Gusenbauer mit Sozialkompetenz und etwas mehr Sympathie. Dabei schneiden beide Regierungsspitzen verhältnismäßig schlecht ab: Nach knapp acht Monaten im Amt wäre eigentlich, meint Meinungsforscher Beutelmeyer, "eine Festigung der Werte zu erwarten".
Gusenbauer: Top bei sozialer Gerechtigkeit
Wieder Kanzler? Gusenbauer weist einen einzigen starken Wert auf: 47 Prozent der Befragten meinen, er sorge eher für soziale Gerechtigkeit - was nur 15 Prozent dem Vizekanzler zuschreiben. Einen hauchdünnen Vorsprung kann Gusenbauer als "sympathischer" verbuchen. Aber einen Hoffnungsschimmer sieht Beutelmeyer in der Zukunft: 29 Prozent meinen, Gusenbauer werde auch aus der nächsten Wahl als Kanzler hervorgehen, nur 24 Prozent trauen das Molterer zu. Und ebenso viele Österreicher meinen, es werde keiner der beiden sein.
Lieber ein Abend mit Gusi als mit Molterer
Molterer punktet mit Wirtschaftskompetenz, die ihm von 59 Prozent zugesprochen wird, Führungsstärke (39 Prozent - gegenüber 26 für Gusenbauer) und Durchsetzungskraft in der eigenen Partei (41 Prozent).
Das sind insgesamt "sehr ernüchternde Werte", urteilt Beutelmeyer, und in Sachen Glaubwürdigkeit schwächle die gesamte Regierung. Gusenbauer mag sich damit trösten, dass mehr Österreicher lieber mit ihm als mit Molterer einen Abend verbringen würden. Jedoch: Gebrauchtwagen will eine Mehrheit von 46 Prozent von "keinem der beiden".
Die exakten Umfrage-Ergebnisse finden Sie im aktuellen NEWS!
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Erdbeben in Italien13:28
Österreich spürte BebenÜber 1.000 Menschen meldeten Erdstöße - sogar bis Linz und Wien spürbar
