Mord und Selbstmord: Bordellbesitzer tötete Sohn und richtete sich danach selbst
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In Kriminalgeschichte öfters vorkommend
Ein sechsjähriger Bub musste sterben, weil sein angeblich krebskranker Vater nicht wollte, dass er ohne ihn aufwachsen müsse: In Bruck an der Mur der Selbstmord eines 61-jährigen Bordellbesitzers entdeckt, wenig später fand die Polizei seinen Sohn tot im Bett. In Abschiedsbriefen hatte der Mann seine Tat zu erklären versucht.
Eine Prostituierte hatte den 61-Jährigen tot im Stiegenhaus des Hauses, das sowohl als Bordell als auch als Wohnhaus genützt wird, entdeckt: Der selbstständige Unternehmer Kurt J. hatte sich erhängt. Die Frau, die gemeinsam mit zwei anderen Prostituierten in dem Gebäude wohnt, verständigte die Polizei. Als die Beamten den Tatort sicherten, stießen sie auf zwei Abschiedsbriefe, in denen der Schreiber durchblicken ließ, dass er seinen sechsjährigen Sohn Matthias mit in den Tod genommen habe.
Tatsächlich fanden die Polizisten den Buben leblos in seinem Bett. Das tote Kind war mit einem Pyjama bekleidet und zugedeckt. Wie Ermittlungsleiter Rene Kornberger gegenüber der APA sagte, sei die Todesursache zunächst nicht eindeutig zu klären gewesen. Es gebe keine Strangulationsmerkmale - das Kind könnte mit der Decke erstickt worden sein. Eine gerichtlich angeordnete Obduktion sollte die genaue Todesursache klären.
In seinen Abschiedsbriefen hatte der Brucker nicht nur den Mord an seinem Sohn angekündigt, sondern auch aus seiner Sicht das Motiv dargelegt: Er leide an Lymphknotenkrebs und wolle nicht zulassen, dass sein Bub ohne den Vater aufwachsen müsse. Außerdem seien aus den Zeilen finanzielle Probleme herauszulesen, so der Ermittlungsleiter.
Die Mutter des Buben ist von dem 61-Jährigen geschieden und lebt im Ausland. (apa/red)
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