Dienstag, 28. August 2007

Viele Freizeitunfälle in Österreich: Bereiche Heim und Sport am gefährlichsten

  • Besonders betroffen sind die Pensionisten
  • Unfälle im Verkehr und am Arbeitsplatz nehmen ab

Während die Verkehrs- und Arbeitsunfälle in den vergangenen Jahren zurückgegangen sind, werden die Lebensbereiche Freizeit, Heim und Sport immer gefährlicher. Drei Viertel aller Unfälle passierten im vergangenen Jahr im Freizeitbereich, gab das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) heute, Dienstag, bei einer Pressekonferenz bekannt.

Insgesamt verunglückten 2006 in Österreich 837.000 Personen, davon passierten 72 Prozent der Unfälle in der Freizeit. Die tödlichen Freizeitunfälle seien in den vergangenen zehn Jahren um 17 Prozent gestiegen, während die Unfälle im Verkehrsbereich um 34 Prozent, und die Arbeitsunfälle um 21 Prozent zurückgingen. "In diesen Bereichen passieren deshalb weniger Unfälle, weil es dafür umfassende staatliche Sicherheitsprogramme gibt", erklärte der Direktor des KfV Othmar Thann.

Senioren besonders betroffen
Besonders betroffen sind laut KfV die Senioren, denn 87 Prozent der Pensionisten verunfallten im letzten Jahr bei Alltagstätigkeiten und 13 Prozent passierten beim Sport. Kinder (30 Prozent) und Jugendliche (44 Prozent) verletzen sich am häufigsten bei Sportunfällen.

Maßnahmen zur Unfallverhütung
"Diese Zahlen zeigen, dass die Sicherheit vor Unfallverletzungen bis jetzt zu wenig in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt ist. Deshalb fordern wir vom Gesundheitsministerium mehr Maßnahmen zur Prävention für den Freizeitbereich", erklärte der Bereichsleiter für Heim, Freizeit und Sport im KfV Rupert Kisser.
Um Unfälle, besonders bei den Senioren, künftig zu verringern, fordert das KfV ein barrierefreies Gehwegnetz, eine bessere Ausbildung im Bereich der Unfallverhütung für den Sozialdienst und für Sporttrainer, sowie attraktivere Bewegungs- und Sportangebote. Weiters sollte ein flächendeckender Reparaturdienst für Seniorenhaushalte in Zusammenarbeit mit Sozialdiensten zur Verfügung stehen (APA).

28.8.2007 16:20