Christoph Wagner's Genusstipp der Woche: Picknickidylle im Schlosspark Grafenegg
- NEWS: Picknick wird von Mörwalds "Traube" gecatert
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Genusstipp der Woche von Christoph Wagner
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Nur mit bloßen Fingern spielt er noch geläufiger als mit Messer und Gabel. Rudolf Buchbinder, Österreichs gefeierte Piano-Exportmarke, ist sowohl Musiker als auch bekennender Gourmet - und das eine schließt für den Intendanten des soeben beginnenden 1. Grafenegger Musikfestivals das andere in keiner Weise aus. "Jeder Genuss ist kulinarisch", sagt er, während er sich von seinem Leib- und-Magen-Koch Toni Mörwald in der "Traube" zu Feuersbrunn mit seinen Lieblingsgerichten Backhendl, gebratener Wagram-Forelle und Schwammerln verwöhnen lässt, "also auch der Musikgenuss."
Das Einzige, was Buchbinder, der sich gerade auf Beethovens fünftes Klavierkonzert vorbereitet, mit Sicherheit nicht auch noch genießen will, während er etwa Mörwalds "Alpenlachs im Wildkräuterbeet mit Malven" genießt, ist Hintergrundmusik. Essen ist für Buchbinder nämlich stets ein kommunikativer Akt, "und wer beim Essen Musik braucht, weil er sich mit seinen Freunden oder seiner Familie nichts zu sagen hat, der stellt sich ein Armutszeugnis aus." Soll man Musik also nur live genießen? Keineswegs, gegen Musik aus der Hi-Fi-Box hat der Maestro gar nichts. Im Gegenteil: Während des Autofahrens hört er sie besonders gern.
Picknick mit Schlossblick
Gerade zu den sanft abfallenden Weinhängen des Wagram-Gebirges passen Beethoven und Schubert auch optimal - obwohl, wie Buchbinder aufgeschlossen anmerkt, auch Zwölftonmusik durchaus genussreich sein kann. Schloss Grafenegg ist ein historistisches, britischen Vorbildern nachempfundenes Juwel inmitten einer kulinarischen Landschaft, die nicht nur zu kunstvollem Musizieren, sondern auch zu einer besonderen Form der Esskunst anregt: dem Picknick. Um vorzuführen, wie's funktioniert, hat Festivalgeschäftsführer Johannes Neubert eine Picknickidylle mit Schlossblick "inszenieren" lassen, die von Küchenzauberer Toni M. von seiner "Traube" aus exklusiv gecatert wird: Vor oder auch nach dem Konzert lässt sich sein Tischleindeckdich an jeden gewünschten Platz des Schlossparks (oder auch ins Schloss selbst) zaubern und wird blitzartig mit Forellentatar und Leberpastete, einem herrlichen gebratenen Bauernhendl und einem ganzen Rücken vom besonders saftigen und würzigen Wagramer Zackenlamm gefüllt. Desserts von Tiramisu bis Esterházyschnitte fehlen selbstverständlich auch nicht.
Verköstigung
Picknickkörbe und Picknickservice gibt's, je nach Füllung, Wein und Champagner sowie Besteck- und Porzellanqualität, von 30 bis 100 Euro pro Person. Mörwald, der gerade von einem Lokalaugenschein beim englischen Opernfestival in Glyndebourne zurückkommt, und Neubert, der US-Festivals wie Tanglewood und Ravinia gut kennt, sind überzeugt, dass es Grafenegg mit diesen Vorbildern auch in Sachen Picknickqualität wird aufnehmen können. Buchbinder indessen sieht die Sache globaler: "Der Genießer genießt immer, gleichgültig, was und wo er genießt."
Die Genuss-Tipps von Christoph Wagner finden Sie jede Woche im aktuellen NEWS!
Picknick auf Grafenegg
Von 23. August bis 9. September
Buchungen unter www.grafenegg.at
Tel.:0 27 35/55 00
