Nur eine Frage des Zeitpunkts? Europol ortet auch in Österreich erhöhte Terrorgefahr
- Vor allem dann, wenn unser Land EU repräsentiert
- Ratzel: Müssen von weiteren Attacken ausgehen

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Auch ein kleines Land wie Österreich kann in das Visier von Terroristen geraten. Das sagte Europol-Direktor Max-Peter Ratzel im ORF-Radio. Das sei keine Panikmache, sondern der Hinweis darauf, dass man aufgrund verschiedener Indikatoren davon ausgehen müsse, dass weitere Planungen für Anschläge laufen.
"Wir haben in der Vergangenheit gesehen, dass zum Glück und durch gute Zusammenarbeit Anschlagsplanungen unterbunden und Anschläge verhindert werden konnten. Wir sind gemeinsam mit den Kollegen der Mitgliedsstaaten der Meinung, dass weitere Anschlagsplanungen darauf hindeuten, dass Anschläge vorbereitet werden. Wir müssen davon ausgehen, dass Anschläge stattfinden. Nach wie vor ist nicht die Frage des Ob, sondern des Wann, Wie und Wo", betonte Ratzel.
Zum Ziel werden könne Österreich vor allem dann, wenn es als Stellvertreter für die gesamte EU angegriffen werde, sagte der Europol-Direktor. So seien im Streit um die Mohammed-Karikaturen im Vorjahr auch österreichische Botschaften von Protesten und Angriffen betroffen gewesen, weil Österreich damals die EU-Ratspräsidentschaft innehatte, erklärte Ratzel. (APA)
