Ratschläge für das richtige Lernumfeld:
Licht und Ruhe sind das oberste Gebot
- Licht ist besonders wichtig, um die Augen zu schonen
- Zuviel Wärme führt zu eingeschränkten Leistungen

Das Kind kauert in einem dunklen Eck über dem Schreibtisch, schreiende Geschwister und ein laufender Fernseher im Hintergrund - so wird der Lernerfolg eher bescheiden ausfallen. "Es ist natürlich so, dass räumliche Verhältnisse nur bedingt zu verändern sind", erteilt Franz Sedlak, Schulpsychologe im Bildungsministerium, allzu einschneidenden Änderungsvorschlägen eine Absage. An Eckpunkte wie Licht und Ruhe sollte man sich dennoch halten.
Viel Licht ist nicht nur für das Gemüt wichtig, sondern auch, um bei der Arbeit die Augen zu schonen. Daher ist es klug, den Schreibtisch in die Nähe eines Fensters zu stellen. Verwendet man zusätzlich eine Schreibtischlampe, sollte sie gegenüber der Schreibhand stehen - bei Rechtshändern also auf der linken Seite - sonst macht man sich selbst Schatten. Wärme ist zwar für das allgemeine Wohlbefinden wichtig, aber zu viel des Guten schränkt die Leistung ein. Wenn möglich, sollte der Schreibtisch also nicht direkt neben einer Heizung stehen. "Wärme lädt einfach mehr zum Schlafen als zur Aktivität ein", begründet der Experte diesen Ratschlag.
Fernseher, offene Türen, interessante Magazine - alles was Anreiz zur Flucht bietet und vom Lernen ablenkt, sollte man möglichst aus seinem Blickfeld verbannen. Auch auf Musik sollte man verzichten. Informationen können nur begrenzt aufgenommen werden und Ablenkung verringere diese Menge noch zusätzlich. Doch natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel: Dort, wo zum Beispiel viel Straßenlärm zu hören ist, kann leise und nicht zu dominante Musik diese Störgeräusche schlucken. Prinzipiell empfiehlt der Schulpsychologe möglichst prüfungsgerechtes Lernen: "Alles, was die Anwendungssituation des Lernstoffs verschieden macht, ist schlecht."
Auch die Haltung beim Lernen ist wichtig. Die Wirbelsäule sollte möglichst gerade und entspannt gehalten werden. Sitzt man richtig, sollte der Blick auf die Lernunterlagen gerade nach vorne oder hinunter gerichtet sein - wer viel liest, kann sich mit einem schrägen Lesepult helfen. Schlecht ist es jedenfalls, wenn man - wie es oft bei falsch eingestellten Computerbildschirmen der Fall ist - beim Lesen den Oberkörper vorbeugt und gleichzeitig den Kopf in den Nacken legt. Laut Sedlak beansprucht das die Halswirbelsäule zu sehr und stört die Blutzufuhr ins Gehirn - was sich auf die Lernleistung natürlich ungünstig auswirkt. (APA)
