Sonntag, 26. August 2007

AUA stellt Flüge in Irak ein - zu gefährlich: Schwedische Maschine war unter Beschuss

  • "Sicherheit der Passagiere & Mitarbeiter Priorität"
  • Austrian will Sicherheitslage beobachten und bewerten

Die von Austrian Airlines (AUA) durchgeführten Flüge nach Erbil im Norden des Irak werden ab sofort aus Sicherheitsgründen temporär eingestellt. Nach einem "Zwischenfall" mit einer schwedischen Passagiermaschine Anfang August habe die AUA eine Neubewertung der Sicherheitslage vorgenommen.

Aufgrund der neuen Erkenntnisse habe sich die AUA dazu entschlossen, die Flüge nach Erbil "bis auf weiteres" einzustellen. Der vorerst letzte Flug OS 830 aus Erbil ist am Freitag, 24. August um 19.00 Uhr in Wien gelandet.

Schwedische Maschine unter Beschuss
In der Nacht auf den 9. August war eine schwedische Maschine kurz nach dem Start vom Flughafen der nordirakischen Stadt Sulaimaniya nach Angaben der Piloten unter Beschuss geraten. Die schwedische Luftfahrtsbehörde hatte daraufhin sämtliche Passagierflüge schwedischer Fluggesellschaften in den Irak bis auf weiteres gestrichen.

Mit der Aufnahme des Linienverkehrs nach Erbil habe die AUA als erste westeuropäische Fluglinie eine wichtige Verbindung für den wirtschaftlichen Wiederaufbau des Landes geschaffen, so AUA- Vorstandschef Alfred Ötsch. "Aber Sicherheit der Passagiere und Mitarbeiter hat für uns immer oberste Priorität." Die AUA gehe keinerlei Risiko ein und werde die Sicherheitslage genau beobachten und laufend bewerten. Das Interesse, Erbil sobald wie möglich wieder in das Austrian Linienprogramm zu integrieren, sei gegeben.

Die Strecke, die am 11. Dezember 2006 eröffnet wurde, habe sich bisher äußerst positiv entwickelt. Die zwei wöchentlichen Flüge konnten aufgrund der großen Nachfrage bereits auf vier Verbindungen erweitert werden. Einer relativ kurzfristigen Flugaufnahme stehe bei positiver Neubewertung der Situation nichts im Wege, so das Unternehmen.

(apa/red)

26.8.2007 11:52