Cerberus offenbar vor schnellem BAWAG-Teil-Verkauf: Bank-Boss Nowotny dementiert
- Mit Fortschritt bei der Sanierung offenbar unzufrieden
Der neue BAWAG-Eigentümer Cerberus plant laut einem "manager magazin"-Bericht einen "schnellen Verkauf" von Teilen der ehemaligen Gewerkschaftsbank. Abgeben wolle der US-Finanzinvestor offenbar unter anderem das milliardenschwere Geschäft mit Krediten an die Öffentliche Hand. Noch im September seien erste Abschlüsse möglich, so das Wirtschaftsmagazin unter Berufung auf Finanzkreise.
Der US-Investor sei unzufrieden mit den Fortschritten bei der Sanierung und sondiere derzeit den Markt, heißt es weiter. Beim Geschäft mit Krediten an die Öffentliche Hand habe die Bank zuletzt Marktanteile verloren. Die Amerikaner hätten ihn in ihrem Geschäftsplan für die BAWAG gar nicht erst berücksichtigt.
Die BAWAG wolle auch sämtliche Beteiligungen verkaufen, die nichts mit dem Bankgeschäft zu tun haben, berichtet das "manager magazin". Dazu gehören unter anderem Anteile am Privatsender ATV, am Klavierhersteller Bösendorfer und an der Schuhhandelskette Stiefelkönig.
Bank dementiert Verkauf von "öffentlichen Krediten
Ewald Nowotny, Generaldirektor der BAWAG P.S.K, dementiert: "Der Verkauf von Krediten für die öffentliche Hand ist nicht geplant", sagte eine Sprecherin der Bank.
Man habe schon seit langem erklärt, sich von den benkfremden Beteiligungen trennen zu wollen, konkrete Maßnahmen stünden aber keine bevor.
(APA/red)

