FORMAT - "Entlastung für hohe Einkommen"
Kanzler-Gespräch über eine Steuerreform
- Anhebung der Bemessungsgrundlage wird gefordert
- Gusenbauer: Nächste Steuerreform ab 1. Jänner '10
·FORMAT: "Sparbuch als sicherer Hafen"
Unsichere Finanzmärkte:
"Sparen hat Charme"
·Moser: Steuerreform nach Schuldenabbau
Rechnungshofchef gegen vorverlegte Entlastung
·Unsere Lebensmittel werden immer teurer
Buchinger denkt schon
an Sonderabgeltung
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer spricht sich im Sommergespräch mit FORMAT für eine Entlastung aller Arbeitnehmer aus, auch für die Spitzenverdiener. "Wir werden die Höhe, ab der der Spitzensteuersatz zur Anwendung kommt, nach oben schieben." Derzeit liegt sie bei 51.000 Euro Jahresbrutteinkommen.
Die nächste Steuerreform werde mit 1. Jänner 2010 in Kraft treten, und nicht früher, wie sein Parteilkollege, SP-Finanzsprecher Jan Krainer, zu Beginn der Woche gefordert hat. 2008 würden die Details dieser Steuerreform diskutiert. "Im Februar 2009 soll die Regierungsvorlage fertig sein", so Gusenbauer.
Der Bundeskanzler will nicht nur Arbeitseinkommen einlasten, sondern auch Vermögen stärker besteuern. Es gehe dabei nicht so sehr um die klassische Vermögenssteuer, "sondern mehr um Vermögenszuwächse, die nicht besteuert sind." Ein Beispiel: "Wenn ein Aktionär sein Paket an eine große Firma verkauft und für einen Gewinn von hundert Millionen Euro keine Steuer zahlt, ist das nicht gerecht."
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