Strabag zeigt sich optimistisch: Börsegang dank Deripaska-Einstieg ab Mitte Oktober fix
- Bonität des Baukonzerns mit 1 Mrd. Euro gestärkt
- Zukunfts-Plan: Eroberung des Mega-Marktes Russland

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Russland-Aufträge
Größter Neu-Vertrag mit
Gesellschaft Vekselbergs
Österreichs größter Baukonzern Strabag hält an seinen Plänen für einen Börsegang im Oktober fest. Konzernsprecher Christian Ebner hat am Montag Aussagen im "WirtschaftsBlatt" bestätigt, wonach die Strabag trotz jüngster Turbulenzen an den Börsen weiter davon ausgeht, dass sie Mitte Oktober an die Börse gehen wird. Auch am geplanten Emissionsvolumen von 1 Mrd. Euro hält der größte Baukonzern Österreichs und sechstgrößte in Europa laut Ebner fest.
Unterdessen ist der russische Oligarch Oleg Deripaska am Freitag endgültig mit 30 Prozent der Strabag SE eingestiegen. Nach dem Grünen Licht der EU-Kommission und der russischen Behörden seien die Kaufverträge abgeschlossen und damit Deripaskas Beteiligungsfirma Rasperia Trading als neuer Aktionär der Strabag SE bestätigt worden. Für die Beteiligung zahlt Deripaska rund 1,2 Mrd. Euro. 1,05 Mrd. Euro davon sind als frisches Kapital mit Ende vergangener Woche in die Strabag eingeflossen.
Bonität des Baukonzerns gestärkt
Diese Mittel festigten die Bonität des Baukonzerns, sagte Ebner im Gespräch mit der APA: "Gute Unternehmen mit guter Bonität, das ist es, was die Leute an der Börse jetzt suchen." Die Strabag sehe keine Börse-Krise, sondern "lediglich die normale Begradigung einer Linie, die zu steil nach oben gegangen ist". Gute Unternehmen mit einer langfristigen Strategie könnten ihre Aktien auch in einem solchen Umfeld gut verkaufen, hofft man beim Baukonzern.
Strabag will Russland-Markt erobern
Derzeit ist die Strabag bei der internationalen Bewertungsagentur Standard & Poor's (S&P) mit einer Bonität von "BB+" eher risikoreich eingestuft. Die zusätzliche Milliarde Deripaskas und die weiteren Mittel aus dem Börsegang seien dabei jedoch noch nicht berücksichtigt, betonte Ebner. Die Strabag will das Geld "in weiteres Wachstum, Investitionen im Rohstoffbereich und in die Erschließung neuer Märkte" investieren, erklärte sie am Montag. Der Einstieg Deripaskas hat dem Baukonzern große Expansionsmöglichkeiten auf dem riesigen Markt der ehemaligen Sowjetunion verschafft. (APA/red)

