ÖFB-U20-Team aufgelöst und dennoch präsent: Harnik, Okotie & Co. zeigen auf!
- "Bestätigt, was wir auf internationaler Ebene können"

·Achtungserfolg dank Debütanten Harnik!
"Von mir aus kann jedes Spiel mein Debüt sein"
·Starkes ÖFB-Team überrascht Tschechien
1:1 nach offensivem Spiel
und "Wunder-Harnik"
·BILDER: ÖFB-Team hält mit Tschechen mit
KLICKEN: Alle Chancen, alle Tore, beste Szenen
·Teamkader: Diese Kicker werden spielen
Standfest mit Grippe aus dem Teamcamp abgereist
·IHRE MEINUNG zum österreichischen Team
Mitreden: Sind Sie mit der Leistung zufrieden?
·ANALYSE: So könnte es gehen für ÖFB-Elf!
1:1 gegen Tschechien gibt den Jungen Auftrieb
·Prödl: "Ich glaube, EURO kann kommen"
Reaktionen auf das Spiel gegen starke Tschechen
Mit dem 0:1 gegen Chile am 22. Juli im WM-Spiel um Platz drei hat das ÖFB-U20-Team aufgehört zu existieren, dennoch drücken die Helden von Kanada dem österreichischen Fußball weiterhin ihren Stempel auf. Am 21. August stellten die WM-Vierten Zlatko Junuzovic, Rubin Okotie und Veli Kavlak den 3:1-Sieg der U21-Auswahl in Litauen sicher. Einen Tag später legte Martin Harnik mit seinem Tor zum 1:1 des A-Teams in Wien gegen Tschechien ein Traum-Debüt hin und bewies Sebastian Prödl einmal mehr, dass er ein ernsthafter Anwärter auf einen EURO-Stammplatz in der Innenverteidigung ist.
"Wir haben bestätigt, was wir auf internationaler Ebene können", erklärte Prödl. Zwar sei im Vergleich zu einem U20-Match im A-Team mehr Routine nötig, "aber vom Tempo her sehe ich einige Parallelen", so der Sturm-Graz-Kicker, und Harnik ergänzte: "Es wäre vermessen zu sagen, jetzt sollen alle Jungen spielen. Doch wir haben gezeigt, dass wir Potenzial haben und werden versuchen, uns weiter zu empfehlen."
Die einzigen U20-Spieler im A-Kader für das Tschechien-Match waren im ÖFB-Hotel Zimmergenossen und freuten sich über den Erfolg ihrer Kanada-Mitstreiter in Litauen. "Wir haben dann vergeblich versucht, ihnen telefonisch zu gratulieren. Da waren sie wahrscheinlich gerade im Flieger", vermutete Prödl.
Dafür durfte der U20-Kapitän dem Bremen-Offensivspieler zu dessen optimalen Einstand beglückwünschen. "Ich freue mich riesig für ihn. Vor dem Spiel haben wir noch im Hotel geredet, dass einer von uns ein Tor schießen wird."
Während Harnik bei seinem sehenswerten Treffer mit seinem schwächeren linken Fuß auch Fortuna zur Seite stand, hatte Prödl beim Gegentreffer Pech. Nach einem Tackling des 20-Jährigen sprang der Ball auf das Schienbein von Standfest und von dort zu Jarolim, der schließlich für Torschützen Jan Koller auflegte. "Das Tor war unglaublich, fast wie Pingpong", ärgerte sich Prödl.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten bekam der Sturm-Abwehrspieler den tschechischen Stürmer-Riesen immer besser in den Griff. In der zweiten Hälfte blieben ihm dann Duelle mit dem Zwei-Meter-Kicker gänzlich erspart, weil es der Monaco-Legionär vorzog, schon zur Pause in der Kabine zu bleiben. Immerhin hatte er kurz davor zum 49. Mal im Team und zum vierten Mal in drei Partien gegen Österreich getroffen."Es schaut so aus, als ob es mir leicht fällt, gegen Österreich zu spielen", sagte Koller.
Der Goalgetter gab sich diplomatisch, was die Chancen der Österreicher bei der Heim-EM 2008 betrifft. "Sie haben keine Qualifikation, können sich daher gut vorbereiten und spielen vor eigenem Publikum. Da ist vieles möglich." (apa/red)










