Seit 305 Minuten Spielzeit torlos: ÖFB-Team
wartet im Jahr 2007 noch immer auf Sieg
- Hickersberger-Schützlinge vs. Tschechien unter Druck
- Bisherige Spiel-Bilanz gegen Nachbarn aber negativ
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Vor dem EURO-Testspiel im Wiener Happel-Stadion gegen Tschechien wartet Österreichs Fußball-Nationalmannschaft noch immer auf einen Sieg im Jahr 2007. Bisher brachten es die Schützlinge von Teamchef Josef Hickersberger bei einem Torverhältnis von 2:4 auf zwei Niederlagen und drei Remis.
Einem 1:1 auf Malta im Februar folgten im März ein 1:1 in Graz gegen Ghana und ein 0:1 in Frankreich. Das Länderspiel-Doppel im Hanappi-Stadion Ende Mai/Anfang Juni brachte ein 0:1 gegen Schottland und ein 0:0 gegen Paraguay, womit die ÖFB-Auswahl schon seit 305 Minuten einem Torerfolg nachläuft.
Glaubt man der Statistik, dann ist ein Ende dieses Negativtrends nicht unbedingt zu erwarten. Gegen den aktuellen Elften der Weltrangliste setzte es seit dessen Trennung von der Slowakei in den 90er Jahren in drei Aufeinandertreffen bei einem Sieg zwei Niederlagen.
Im Rahmen der EM-Qualifikation gingen die Österreicher mit dem aktuellen Teamchef-Assistenten Andreas Herzog am 2. April 2003 in Prag 0:4 unter, ein halbes Jahr später siegten die Tschechen in Wien ebenfalls in der EM-Quali 3:2 gegen ein österreichisches Team, in dem erstmals der momentan verletzte Andreas Ivanschitz die Kapitänsschleife trug. Den einzigen Erfolg landeten die ÖFB-Kicker im Mai 1996 in einem Freundschaftsspiel in Salzburg durch ein 1:0 dank eines Treffers von Wetl.
Gegen die frühere Tschechoslowakei sieht die Statistik noch trister aus. In 36 Begegnungen siegte die CSSR bzw. CSFR 17 Mal, bei 11 Remis gingen die Österreicher nur 8 Mal als Sieger vom Platz (Torverhältnis 53:69).
Vier Aufeinandertreffen mit der Tschechoslowakei verdienen besondere Erwähnung: Am 15. Juni 1990 kassierte die ÖFB-Auswahl beim WM-Spiel in Florenz eine bittere 0:1-Niederlage, mit dem 1:2 am 9. April 1933 in Wien ging die Erfolgsserie des legendären Wunderteams zu Ende. Das 5:0 am 19. Juni 1954 in Zürich ist nach wie vor der höchste WM-Endrunden-Sieg einer österreichschen Mannschaft. Das 0:6 am 16. September 1962 im Prater gegen den späteren Vize-Weltmeister, mit dem die Team-Karriere von Gerhard Hanappi endete, ist hingegen die höchste Heimniederlage, sieht man von der "Steinzeit" ab.
Österreichs nördlicher Nachbar hat im Fußball Tradition, wie ein Blick auf die Visitenkarte eindrucksvoll bestätigt. 1960 und 1980 jeweils EM-Dritter, sicherte sich die CSSR 1976 mit Panenka und Co. in Belgrad gegen Deutschland den EM-Titel, den Tschechien 1996 in London im Finale gegen Deutschland nur knapp verpasste.
(apa/red)










