Sonntag, 26. August 2007

Punkt- und torgleich mit Austria: Rapid
dank ÖFB an Tabellenspitze der Bundesliga

  • Höhere Anzahl der Siege verschafft Pacult-Elf Vorteil
  • Plus: Austria zeigte trotz Sieg "nicht wahres Gesicht"

Die Wiener Erzrivalen Rapid und Austria marschieren auch nach der achten Runde weiter im Gleichschritt an der Spitze der Bundesliga. Während die Grün-Weißen einen beeindruckenden 3:0-Auswärtserfolg über Vizemeister Ried feierten, errangen die Violetten einen mühevollen 1:0-Heimsieg gegen Nachzüglers Altach.

Der Lohn von drei Punkten auf das Tabellenkonto war allerdings der gleiche und so halten Hütteldorfer wie Favoritner bei 16 Zählern und einer Tordifferenz von 14:6. Wie Bundesliga-Sprecher Christian Kircher am Sonntag gegenüber der APA - Austria Presse Agentur bestätigte, sieht das ÖFB-Regulativ in solchen Fällen vor, die Mannschaft mit der höheren Anzahl von Siegen voran zu reihen, und so dürfen sich Rapid-Coach Peter Pacult und seine Truppe offiziell über die alleinige Spitzenposition freuen.

Gute Stimmung bei Pacult
Nicht nur diese Tatsache dürfte Pacult einen entspannten Sonntag bescheren. Auch die Art und Weise, wie Rapid bei den heimstarken Innviertlern auftrat, versetzte den ehemaligen Torjäger in gute Stimmung. "Es war ein gutes Spiel von beiden Seiten. Die Treffsicherheit war schließlich zu unseren Gunsten spielentscheidend, es war fast jeder Schuss ein Treffer", freute sich Pacult über die allesamt sehenswerten Tore von Boskovic, Hofmann und Bilic.

"In der ersten Spielhälfte haben wir unsere Routine ausgespielt, Ball und Gegner laufen lassen. Auch wenn er mit 3:0 etwas zu hoch ausgefallen ist, geht der Sieg in Ordnung", so der zufriedene Rapid-Trainer, der mit Blick auf die Tabelle aber auch betonte: "Wir lassen uns von der derzeitigen Situation nicht blenden. Klarer Favorit ist weiter Salzburg." Kritische Worte fand Pacult für die in der 73. Minute eingewechselte Stürmerhoffnung Erwin "Jimmy" Hoffer: "Ein junger Spieler muss auch bei 2:0 mehr Laufbereitschaft zeigen."

"Haben mit Glück gewonnen "
Austria-Trainer Georg Zellhofer sah im Horr-Stadion trotz des Sieges gegen die überraschend starken Altacher "nicht das wahre Gesicht" seiner Mannschaft. "Wir haben mit Glück gewonnen und müssen die Leistung von Altach respektieren", meinte der Oberösterreicher, dessen wohl schönstes Geschenk zum 47. Geburtstag der entscheidende Treffer von Acimovic nach einem Eckball des erneut starken Lasnik war. "Wir leben von Standardsituationen", wusste Zellhofer und fügte nach dem durchwachsenen Heimauftritt erklärend hinzu: "Wir waren heute nicht ganz frisch."

Sein Gegenüber Manfred Bender musste zwar mit leeren Händen aus der Hauptstadt Richtung Ländle abreisen, war mit der Leistung seines Teams aber trotzdem "sehr zufrieden". "Gegen einen angeblichen Meisterschaftsfavoriten auswärts mit 0:1 zu verlieren, ist für Altach keine Schande. Wir haben uns sehr gut verkauft und hätten einen Punkt verdient gehabt", so der Deutsche, der den Schweizer Schiedsrichter Rogalla kritisierte. "Es waren keine spielentscheidenden Szenen, aber er hat 20 Kleinigkeiten gegen uns gepfiffen."

(apa/red)

26.8.2007 12:17