Generalprobe geglückt: Salzburg siegt vor Champions-League-Quali-Spiel in Donezk
- 3:1-Erfolg über Wacker nach holprigem Start
- Aufholjagd nach Führungstor für Innsbrucker geglückt
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Red Bull Salzburg hat eine gelungene Generalprobe für das Entscheidungsspiel um den Einzug in die Champions-League-Gruppenphase hingelegt. Vier Tage vor dem Auswärtsmatch gegen Schachtjor Donezk bezwang der Meister in der 8. Bundesliga-Runde das weiter sieglose Schlusslicht Wacker Innsbruck nach 0:1-Pausenrückstand mit 3:1.
Die Gäste gingen durch Eder überraschend in Führung (23.), die klar überlegenen Mozartstädter machten aber vor 13.000 Zuschauern in der Anfangsphase der zweiten Hälfte kurzen Prozess: Lokvenc (52.), Kovac (54.) und Carboni (62.) sorgten innerhalb von zehn Minuten für die hochverdiente Wende. Für Salzburg war es im vierten Liga-Heimspiel der Saison der vierte Sieg, Wacker verlor hingegen bereits das 13. Auswärtsmatch in Serie.
Fürs Heimspiel gegen die Tiroler zauberte Giovanni Trapattoni eine Rarität aus dem Ärmel, nämlich eine Systemänderung. Gegen die bisher bei hohen Bällen so anfälligen Gäste setzte der Italiener mit Zickler und Lokvenc auf zwei Stürmer. Der klare Auftrag lautete, über die Außenspieler Leitgeb und Vonlanthen die zwei "Leuchtturme" mit Flanken zu füttern.
Trotz des dicht gestaffelten Mittelfelds der Gäste fanden die Hausherren genügend Chancen vor, zunächst durch Lokvenc (16.) und Vonlanthen (21.). Wie aus dem Nichts gelang Wacker die Führung: nach Doppelpass mit Orosz traf Eder, ein Ex-Salzburger, aus 16 Metern halbhoch und platziert ins rechte Eck (23.).
Bullen drängten auf Wende
Salzburg drängte auf die Wende, fand aber immer wieder in Grünwald, ebenfalls einem Ex-Salzburger, seinen Meister. Zunächst schrammte eine Leitgeb-Freistoß an Freund und Feind und dem langen Eck vorbei (30.), dann parierte Grünwald gegen Leitgeb (31.) und Carboni (34.).
Und dann wurde Grünwald sogar zum Elfer-Töter. In der 39. Minute brachte Mimm Zickler zu Fall, Schiri Prammer entschied auf Strafstoß. Der Gefoulte Zickler, normalerweise Elfer-Schütze Nummer eins, ließ Kovac den Vortritt. Doch der Kroate scheiterte mit seinem zu schwachen halbhohen Schuss ins linke Eck.
Verhauten Elfer ausgeglichen
Wenige Sekunden nach Wiederbeginn verpasste Wacker durch einen Dollinger-Kopfball knapp das 0:2 (46.), doch dann gab es wieder Einbahnstraßenfußball. Diesmal aber mit Erfolg. Nach Kovac-Flanke stellte Lokvenc per Kopf auf 1:1 (52.), nach Vonlanthen-Ecke war Kovac zur Stelle, machte seinen verhauten Elfer wieder gut und erzielte das 2:1 (54.).
Die Wende war vollbracht, doch die Salzburger Spiellaune ging noch kurz weiter. Ein Zickler-Schuss wurde abgeblockt, der Ball landete bei Carboni, der aus 20 Metern wuchtig zum 3:1 traf (62.). Diesen Vorsprung brachten die Salzburger sicher und unspektakulär über die Zeit. Die größten Chancen aufs 4:1 vergab ausgerechnet der unzufriedene und wieder nur eingewechselte Ilic (84., 85.).
Eine schöne Geste zeigten die Salzburg-Fans, die über ihrem Fan-Block ein Spruchband mit der Aufschrift "Theo Grüner - Kämpfen und Siegen" ausrollten. Wacker-Spieler Grüner hatte sich Mitte August einer Nierentumor-Operation unterziehen müssen.
Red Bull Salzburg - FC Wacker Innsbruck 3:1 (0:1)
Salzburg, Stadion Wals-Siezenheim, 13.000, SR Prammer.
Torfolge: 0:1 (23.) Thomas Eder
1:1 (52.) Lokvenc
2:1 (54.) Kovac
3:1 (62.) Carboni
Salzburg: Ochs - Steinhöfer, Meyer, Sekagya, Alex - Vonlanthen (75. Dudic), Carboni, Kovac (57. Ilic), Leitgeb - Lokvenc, Zickler (66. Aufhauser)
Wacker: Grünwald - Mimm, Knabel, Schrott, Windisch - Aganun (75. Saltuari), Hölzl, Thomas Eder, Samwald, Martin Dollinger (70. Seelaus) - Orosz
Gelbe Karten: Alex bzw. Schrott, Windisch, Thomas Eder, Seelaus
Die besten Spieler: Sekagya, Meyer, Kovac, Zickler bzw. Grünwald, Thomas Eder
(apa/red)
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