Sonntag, 26. August 2007

Im Heimspiel gegen Kärnten Favorit: Sturm Graz setzt weiterhin auf seine junge Garde

  • Klagenfurter haben vor den Blackies großen Respekt
  • Heute: Spiel ab 17.00 Uhr LIVE im networld-Ticker

Sturm Graz ist nicht nur der Jungbrunnen der Bundesliga. Mittlerweile stellen die Steirer auch die meisten Spieler im Nationalteam. Sturm-Trainer Franco Foda konnte daher zwar vor dem heutigen Ligaspiel (17:00 Uhr LIVE im networld-Ticker) gegen den SK Austria Kärnten nicht wie gewohnt mit seiner Mannschaft arbeiten, sieht den Erfolg seiner jungen Kicker aber auch als Auszeichnung.

"Das spricht für die Arbeit. Für Verein und Trainer ist es schön, dass so viele im Nationalteam eine Rolle spielen", erklärte Foda. Wenngleich er in der abgelaufenen Woche nur mit drei Spielern aus der Stammformation trainieren konnte. Alle anderen waren bei diversen Nationalteams. "Aber das geht vielen Teams so. Damit müssen wir leben." In Christoph Leitgeb kommt noch eine weitere österreichische EURO-Hoffnung aus der Sturm-Schule. Der Flügelspieler war im Sommer für mehr als 1,5 Millionen Euro nach Salzburg gewechselt.

Österreichischer Weg als Programm
Wird der junge, österreichische Weg andernorts oft nur propagiert, so ist er bei Sturm Programm. Für teure Legionäre fehlte in Folge des Zwangsausgleiches schlichtweg das Geld. Neben den Teamspielern haben sich bereits einige andere aussichtsreiche heimische Talente bei Sturm etabliert - darunter Thomas Krammer sowie die Neuzugänge Mario Sonnleitner und Marko Stankovic. Ob Stankovic gegen Kärnten in die Startformation zurückkehren wird, ließ Foda vorerst offen. Bei der 3:5-Niederlage in Ried hatte der Deutsche zuletzt Mario Haas und Amadou Rabihou stürmen lassen.

Die Niederlage beim Vizemeister sei eine vermeidbare gewesen. "Denn was wir nach vorne gespielt haben, war wirklich sensationell", meinte Foda. Im Defensivbereich seien allerdings zu viele Fehler passiert, die man gegen Kärnten abstellen will. "Man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. So etwas passiert gerade bei jungen Teams. Das ist mir klar", versicherte Foda. Aus dem mangelnden Defensivverhalten habe man sicher seine Lehren gezogen. "Dass wir es können, haben wir heuer in den ersten Spielen ja schon eindrucksvoll bewiesen", erinnerte Foda.

Großer Respekt vor Sturm
"Wir haben großen Respekt vor Sturm", bestätigte Kärnten-Trainer Walter Schachner. "Sie gehören heuer zu den besseren Teams. Aber auch sie haben Schwächen, die wir nutzen wollen." Diese hätten sich in Ried gezeigt. Schachner glaubt daher, trotz seiner zahlreichen Ausfälle - zu den Langzeit-Verletzten Plassnegger, Chiquinho, Kabat und Ketelaer gesellte sich zuletzt auch Verteidiger Thomas Pirker (Bänderriss) - auch in Graz reüssieren zu können. "Wir wollen uns auf alle fälle so gut wie möglich verkaufen."

In der Vorwoche waren die Kärntner durch eine 1:4-Niederlage in Altach auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. "Da haben wir nicht gut ausgeschaut, so etwas darf nicht passieren", meinte Schachner. Der ehemalige GAK-Meistermacher hat das Trainingsprogramm daher intensiviert und die Priorität vor allem auf das Verteidigen bei Standardsituationen gelegt. "Das ist unser Hauptproblem gewesen. Da dürfen wir nicht mehr so viele dumme Tore bekommen", erklärte Schachner. "Dann werden wir auch wieder mehr Punkte holen." Derzeit hält der neu geschaffene Club bei deren fünf - nach sieben Runden.

(apa/red)

26.8.2007 07:41