"Es war von Anfang an der Wurm drin": US-Open gehen ohne Melzer in die zweite Woche
- "Heute hätte mich sogar meine Mutter geschlagen"
- Wahl-Wiener gegen Argentinier del Potro chancenlos
Jürgen Melzer ist in der zweiten Runde der US Open ausgeschieden. Der 26-jährige Niederösterreicher, in Flushing Meadows als Nummer 31 gesetzt, musste sich dem aufstrebenden Argentinier Juan Martin del Potro nach nur 96 Minuten mit 3:6,1:6,4:6 geschlagen geben. Es lag allerdings weniger am Gegner, sondern an Melzer selbst, wie dieser auch in der Analyse zugab.
"Es war einfach schlecht. Es war von Anfang an der Wurm drin. Heute hätte mich meine Mutter geschlagen", sagte Österreichs Nummer 1. Sehr oft habe er den Ball am Rahmen getroffen und sei einfach nicht die Partie gekommen. Lediglich im dritten Satz hat er Breaks zum 2:0 bzw. später zum 3:2 geschafft, jeweils jedoch gleich wieder sein Service an den Weltranglisten-57. abgeben müssen.
"Ich hab einfach den Ball nicht innerhalb der weißen Linien halten können", rätselte Melzer. Grundsätzlich habe er nach der achtwöchigen Verletzungspause noch nicht zu seiner Topform zurückgefunden, aber doch einen Aufwärtstrend erkennen lassen. Im Vorfeld des Zweitrundenspiels hat es doch etwas gegeben, dass ihn etwas in seiner Konzentration gestört hat, weil er wieder auf seiner Schlaghand ein taubes Gefühl in einem seiner Finger gespürt hat. "Das war aber heute wieder weg. Ich bin halt schon so sensibel drauf", erklärte der Deutsch Wagramer. Behindert habe ihn dies aber nicht, dies sei keine Ausrede. Sein Handgelenk wird er aber ohnehin bei Khalifa Mohamed checken lassen.
Melzer wird nun so schnell wie möglich heimfliegen. Als nächstes steht die Rückkehr auf Sand in Bukarest sowie beim Daviscup in Innsbruck auf dem Programm. Er wird auch weiterhin mit Daviscup-Kapitän Gilbert Schaller und Jürgen Hager als Coaches arbeiten, und geht davon aus, dass dies auch über das Jahr hinaus weitergehen wird. Privat hat sich bei ihm auch etwas verändert. Schon seit Wimbledon ist Melzer nicht mehr mit Nicole Vaidisova liiert.
(APA/red)
