US-Open erleben erste Sensation: Teenie Radwanska bezwingt Favoritin Scharapowa!
- Müde Titelverteidigerin: "Das war nicht mein Jahr"
- Polin geht sich nun Louis-Vuitton-Tascherl kaufen
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Am sechsten Tag der US Open 2007 gab es die erste faustdicke Überraschung: Titelverteidigerin und Nummer zwei Maria Scharapowa musste sich beim mit 19,653 Mio. Dollar dotierten letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres der erst 18-jährigen Polin Agnieszka Radwanska geschlagen geben. Die Weltranglisten-32. siegte nach 2:06 Stunden mit 6:4,1:6,6:2.
Auch eine zweite Russin musste sich unerwartet noch vor Beginn der zweiten Turnierwoche geschlagen geben: Die als Nummer 7 gesetzte Nadja Petrowa unterlag der Ungarin Agnes Szavay mit 4:6,4:6.
Scharapowa konnte sich ihre Niederlage nicht ganz erklären. Immerhin hatte sie nach einem 4:6,0:1-Rückstand acht Games in Folge bis zur 2:0-Führung im dritten Satz gewonnen. Doch dann machte die Russin kein Game mehr. "Man würde glauben, dass ich nach dem Break im dritten Satz das Spiel gewendet habe. Aber ich habe es einfach aus irgendeinem Grund heute nicht gefühlt", sagte eine enttäuschte Scharapowa im selbstverständlich randvollen Interview-Raum Nummer 1.
"Man muss ihr aber Respekt zollen. Viele Mädchen werden in ihrer Position auf großer Bühne in einem großen Stadion gegen eine Top-Spielerin ein bisschen nervös", meinte die Weltranglisten-Zweite sportlich. Sie habe keine Ausreden, weder, dass sie mit dem falschen Fuß aufgestanden wäre, noch, dass es windig war. Auch das Tänzeln der Polin bei ihrem zweiten Aufschlag sei kein Grund.
Andererseits argumentierte Radwanska selbst damit: "Ich wusste, dass sie es nicht mag, wenn sich jemand bewegt, während sie aufschlägt. Daher habe ich auch einiges versucht." Mit allen Tricks also arbeitete der Teenager, stellte sich auch beim zweiten Aufschlag extrem nah an die Aufschlaglinie und hatte so sicher auch ihren Anteil an den zwölf Doppelfehlern ihrer Gegnerin.
"Ich konnte es gar nicht glauben nach dem Matchball. Gestern habe ich mit meiner Schwester gesprochen und gesagt, wenn ich Maria schlage, dann kaufen wir zwei Louis Vuitton-Taschen, weil die so teuer sind." Ihre Schwester Urszula spielt ja ebenfalls auf der Tour.
Für Scharapowa war die Niederlage als Vorjahressiegerin freilich besonders bitter: "Es ist immer hart, wenn man verliert, egal in welcher Runde. Als Titelverteidigerin tut es freilich noch mehr weh. Ich könnte hier jetzt den ganzen Tag sitzen und Ausreden erfinden. Aber ich habe ein Tennismatch verloren. Aber es war definitiv nicht mein Jahr."
(apa/red)
