Montag, 27. August 2007

Flammeninferno in Griechenland: Unser Bundesheer hilft bei Brandbekämpfung

  • Zwei Hubschschrauber & zwei Flugzeuge im Einsatz

Das österreichische Bundesheer weitet die Hilfe für die Löscharbeiten der verheerenden Waldbrände in Griechenland aus: Neben dem Transportflugzeug C-130 Herkules und den beiden Hubschraubern Augusta Bell 212 werden auch zwei Flugzeuge des Typs PC-6 zum Einsatz kommen.

Die 25 Mann vom Bundesheer werden von zwei oder drei Mitgliedern der niederösterreichischen Feuerwehr begleitet. Außer der C-130 Herkules, die ein reines Transportflugzeug ist, werden alle Maschinen für die Löscharbeiten eingesetzt. Die Hubschrauber wurden mit 1.000 Liter-Löschtanks ausgerüstet, die PC-6 mit 800 Liter-Tanks.

Die Unterstützung Österreichs ist Teil eines großen internationalen Hilfsangebots. "Die internationale Hilfswelle für Griechenland ist gelebte Solidarität mit einem Freund und Partner in Europa", sagte Darabos.

Technische Details zu Jets und Helis
Zwei Hubschrauber und zwei Flugzeuge stellt das österreichische Bundesheer für die Löscheinsätze in Griechenland zur Verfügung. Dabei handelt es sich um zwei Hubschrauber vom Typ Agusta Bell 212 und zwei Propellerflugzeige vom Typ Pilatus PC-6 "Turbo Porter". Zusätzlich ist eine Hercules C130 Transportmaschine im Einsatz.

Der Agusta Bell 212 ist ein mittlerer Transporthubschrauber, heißt es auf der Bundesheer-Homepage. Ausgerüstet ist er mit einem Zweiblatt-Haupt- und einem Heckrotor. Angetrieben wird er von zwei Pratt & Whitney PT6T3 Turbinentriebwerken, die jeweils 800 PS leisten können. Gesamt entnehmbar sind 1.290 PS. Er ist 12,92 Meter lang, 3,91 Meter hoch und hat einen Rotordurchmesser von 14,63 Meter.

Die Reisegeschwindigkeit beträgt 162 km/h, die Höchstgeschwindigkeit 234 km/h. Die maximale Abflugmasse liegt bei 5.080 Kilogramm, am Außenlasthaken können bis zu 2.200 Kilogramm hängen. Der Haken wird auch für den Löschbehälter benötigt, der an einem Stahlseil transportiert wird, sagte Oberstleutnant Matthäus Trigler vom Fliegerregiment 3 in Hörsching. Über einen Knopf können Pilot oder Bordtechniker die Entleerung des 1.000 Liter fassenden Kübels auslösen. Zum Wiederbefüllen muss der Agusta nicht landen. Er kann schwebend den Kübel in einem See wieder auffüllen oder ihn aus Feuerwehrtanks wieder beladen lassen.

Anders die Pilatus PC-6: Sie muss zur Wiederbefüllung ihrer eingebauten 800-Liter-Tanks landen. Sie ist ein einmotoriger Schulterdecker mit festem Fahrwerk und Spornrad. Das Triebwerk ist ein Pratt & Whitney PT 6A-27 mit 550 PS, das einen Propeller antreibt. Der Flieger ist elf Meter lang, 3,2 Meter hoch und hat eine Spannweite von 15,2 Meter. Die Reisegeschwindigkeit beträgt 225 km/h, maximal wird er bis zu 300 km/h schnell. Die Maschine hat eine Reichweite von 1.000 Kilometer und eine maximale Abflugmasse von 2.760 Kilogramm. Als Löschflugzeug hat sie einen 800-Liter-Tank integriert.

Für Transporte wird die C-130K Hercules verwendet. Sie ist mit vier Rolls-Royce T56-A-15 Turbo-Propeller-Triebwerken mit je 4.508 Wellen-PS ausgestattet. 29,79 Meter ist sie lang, 11,66 Meter hoch. Die Spannweite beträgt 40,41 Meter. 540 km/h ist die angegebene Reisegeschwindigkeit, die Hercules kann aber bis zu 603 km/h schnell fliegen. Die Reichweite liegt je nach Nutzlast zwischen 3.000 und 6.000 Kilometern. Die maximale Abflugmasse liegt bei 70.307 Kilogramm, die maximale Nutzlast bei 19.369 Kilogramm. (apa/red)

27.8.2007 11:32