Sonntag, 26. August 2007

Flammeninferno am Peloponnes: Keine österreichischen Touristen in Gefahr

  • Urlauber verließen die griechische Krisenregion
  • Grazer Arzt hilft sogar bei den Löscharbeiten

Das Flammeninferno in Griechenland ist noch immer nicht unter Kontrolle. Unterdessen haben es offenbar alle österreichischen Touristen geschafft, die Krisenregion unbeschadet zu verlassen. Laut Außenministerium wurden auch keine Evakuierungsflüge eingeschoben, sämtliche Urlauber kehren mit Linien- oder Chartermaschinen in die Heimat zurück.

"Die meisten Österreicher, mit denen wir und die Botschaft in Athen in Kontakt sind, haben es geschafft, sich über die beiden Hauptrouten entlang der Küste und durchs Landesinnere in Sicherheit zu bringen", berichtete Ministeriums-Sprecher Gesandter Peter Launsky-Tieffenthal im Gespräch mit der APA.

Insgesamt hatten die beiden Anlaufstellen in Wien und Athen Hunderte Telefonate mit Betroffenen oder besorgten Angehörigen in Österreich verzeichnet. In den persönlichen Gesprächen mit Urlaubern aus den Krisengebieten hatte Launsky-Tieffenthal jedoch nie den Eindruck, dass diese in Todesgefahr seien. Die meisten schlugen ihre Urlaubsdomizile an der Küste in der Nähe eines Fährhafens auf, wo sie die Chance gehabt hätten, im Ernstfall via Seeweg zu entkommen.

Der Außenamts-Sprecher nannte aber auch Ausnahmefälle, wie etwa einen Arzt aus Graz, der gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin auf einem Campingplatz von der Feuersbrunst überrascht worden war. Das Paar hatte sich dann sogar entschlossen, nicht abzureisen, sondern bei den Löscharbeiten zu helfen. Die beiden Familien aus Niederösterreich, die bereits in Wien gelandet waren, hätten "relativ gefasst" gewirkt. (apa/red)

26.8.2007 17:15