Sonntag, 26. August 2007

470 Hinweise zu Duisburger Mafiamorden: Noch keine konkrete Spur zu den Tätern

  • Video mit mutmaßlichen Schützen 68.000 Mal gesehen
  • Hintergrund für Mord war Fehde im Mafia-Umfeld

Nach den Duisburger Mafiamorden sind bei der Polizei mittlerweile 470 Hinweise eingegangen. Diese würden weiter ausgewertet, sagte Polizeisprecher Uwe Weidmann. Es gebe aber noch nichts Konkretes. Die Mordkommission mit ihren mehr als 120 Beamten ermittele weiter mit hoher Intensität. Ein Video, das die beiden mutmaßlichen Mordschützen zeigt, sei inzwischen mehr als 68.000 Mal im Internet aufgerufen worden.

Die bei einer großangelegten Durchsuchungsaktion in mehreren Städten Deutschlands sichergestellten Gegenstände und Autos würden weiter kriminaltechnisch ausgewertet. Man gehe weiterhin davon aus, dass der Hintergrund der Tat eine Fehde zweier süditalienischer Familien im Mafia-Umfeld gewesen sei, sagte Weidmann.

Bei dem Duisburger Massaker waren am 15. August in Nähe des Duisburger Hauptbahnhofs vor dem Restaurant "Da Bruno" sechs Italiener im Alter zwischen 16 und 39 Jahren erschossen worden. Auslöser für den Sechsfachmord war möglicherweise eine Fehde zwischen zwei Clans der kalabresischen Mafia 'Ndrangheta.

(apa/red)

26.8.2007 17:33