Hochwasserlage in USA weiter verschärft: Tausende Häuser wurden bereits überflutet
- Neue Regenfälle haben Lage in verschlimmert
- In Chicago musste Krankenhaus geräumt werden
Neue Regenfälle haben den Mittleren Westen der USA heimgesucht und die Lage in den Hochwassergebieten verschlimmert. Besonders betroffen war der Norden des Staates Illinois, wo tausende Häuser unter Wasser standen und hunderttausende Menschen ohne Strom waren.
In Prospects Heights, einem Vorort von Chicago, verstärkten die Einwohner mit Sandsäcken Betonbarrieren. Es war jedoch nicht klar, ob diese Maßnahmen ausreichten, um die steigenden Pegel des Flusses Des Plaines zurückzuhalten.
"Es wird immer schlimmer", sagte Feuerwehrchef Don Gould. Jetzt müsse schnell gehandelt werden. In der Gegend um Chicago hatte ein Sturm Bäume umgerissen und Stromleitungen beschädigt. Zeitweise waren mehr als eine halbe Million Menschen ohne Strom. Am Freitagabend waren rund 150.000 Menschen noch nicht wieder an das Netz angeschlossen.
In Dyer südöstlich von Chicago räumten die Behörden ein Krankenhaus, in das bereits Wasser aus einem nahe gelegenen Fluss eindrang. Rund 70 Patienten wurden in eine andere Klinik verlegt. Vorsorglich wurde die Stromversorgung des Krankenhauses unterbrochen. Polizisten und Feuerwehrleute gingen von Tür zu Tür und forderten die Menschen in Dyer auf, sich in Sicherheit zu bringen. In Michigan wurden mehrere Tornados gemeldet, die mehrere Häuser beschädigten. Verletzt wurde niemand.
In Teilen von Ohio, Wisconsin und Minnesota konnten die Menschen unterdessen die Aufräumarbeiten fortsetzen. Die Unwetter und Überschwemmungen der vergangenen Woche kosteten im Mittleren Westen mindestens 17 Menschen das Leben.
(apa/red)
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